Büffetregeln

Aus gegebenem Anlass:

Bitte beim Frühstücksbüffet:

– das Brot mit der Serviette, die darüber liegt, anfassen. Und nicht mit Ihrer bloßen Hand, in die Sie gerade noch grün reingehustet haben. Das ist der Sinn der Serviette. Sie liegt nicht über dem Brot, um es vor Kälte zu schützen. Sondern vor Ihren Keimen.

– den unsäglich künstlichen Orangensaft nicht immer aus dem demselben Glas trinken. Es ist eklig, wenn Sie mit dem gebrauchten Glas die Ausschütte berühren und Ihren Norovirus, den Sie noch nicht merken, gleich gratis an weitere zwanzig Leute verteilen.

– bitte pro Gang einen frischen Teller nehmen und nicht auf den benutzten Teller mit dem Vorlegelöffel ein Kubikmeter frisches Essen schaufeln.

– aus der Entscheidung, ob Sie ein Weizen-oder doch ein Vollkornbrötchen nehmen, keine dreistündige Vollversammlung machen, während sich hinter Ihnen eine 20 Meter lange hungrige Schlange stapelt.

– nicht am Hintern kratzen, wenn ich hinter Ihnen stehen.

– nur soviel auf den Teller legen, wie Sie auch wirklich essen wollen.

– versorgen Sie nicht Ihre sechsköpfige Großfamilie samt Schwippschwager mit diversen Marmeladenbukoequisahonigtöpfchen für lau.

– und falls Sie einen unsäglich lauten Handyklingelton haben, den Sie sicherlich sehr witzig finden, gehen Sie s c h n e l l an Ihr Handy. Und wühlen nicht stundenlang in Ihrer Tasche rum und schauen, nachdem Sie es endlich gefunden haben, lächelnd schulterzuckend in genervte Gesichter.

Danke.

Dieser Beitrag wurde unter Aaargh!, Allgemein, Alltag! veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Büffetregeln

  1. Ano schreibt:

    Bei den ersten zwei Hinweisen verstehe ich deine Kritik nicht.
    Derzeit ist es in D doch noch so, dass Ärzte nicht nach der Gesundheit der Kunden bezahlt werden, sondern nach Kranken. Also säg dir nicht den Ast ab, von dem du ernährt wirst. :()
    Wie man sich gesund ernährt und verhält, will doch keiner wissen, quod est demonstrandum: der rauchende Arzt.
    Und wenn der Norovirus nicht sogleich zu einem Sieg für den Virus führt, sollte er zu einem fortlaufendes Einkommen für den Behandelnden führen.

    Und bedenke, auch ein Virus ist ein Lebewesen, das auch mal was anderes sehen will.

    • labaera schreibt:

      Als rauchender Arzt sorge ich aber nicht dafür, dass zwanzig Menschen schachmatt gesetzt werden und zwei Tage nicht mehr von der Toilette kommen 🙂

  2. Ano schreibt:

    Gibt es dann aber nicht für die Klink mehr Geld, weil der Krankheitsverlauf mit Komplikationen verlaufen ist. 🙂

    P.S. Mist mit dieser nativen Smilie-Eingabe. Das sollte eigentlich ein lachender statt nur lächelnder Smilie werden. Hat nicht geklappt, Jetzt sieht er wie ein Schreihals aus.

  3. Ano schreibt:

    Weiß ich doch.
    Ich hoffentlich auch nicht.

  4. Appelschnut schreibt:

    Nicht zu vergessen die Frühstücker, die gleich am Saftspender stehen bleiben und die ersten Gläser auf ex trinken und sofort nachfüllen – lecker!

  5. Ano schreibt:

    Gehört nicht zu diesem Beitrag, aber ich wusste nicht mehr, wann du es gepostet hattest.
    Letzte Woche kam im WDR ein Kurzbeitrag im Flugcenter in Bottrop. Zufälligerweise habe ich ihn aufgenommen. Wenn du noch nicht dar warst, kann ich dir den Ausschnitt senden.

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