Rückblick

Wie war Dein Jahr? Rumpeliger Beginn. D´s Vater ist gestorben, D. war krank. Aber das restliche Jahr rund und erfolgreich, beste Vorlesung gehalten.

Neue Frisur? Nö, nüscht. Wie immer.

Was zum allerersten Mal gemacht? Mir eine Riesen Macke ins Auto gefahren- Ich fand ja, dass es nur ein kleiner Kratzer war. Aber der Werkstattleiter ist fast synkopal geworden.

Was nie wieder machen? Auf der Rotterdamer Strasse in Düsseldorf im Dunklen den verdammten Betonpoller übersehen.

Was immer wieder machen? Indisch essen gehen. Indisch essen gehen, indisch essen gehen. Oder fish and chips mit Curry Mayonnaise. Stundenlang YouTube Videos mit D. gucken und laut mitsingen.

Was ist anders? Ich habe mir ein Kleid gekauft. Und eine Tonne Kontoauszüge abgeheftet.

Wo gewesen? Saltburn by sea, Andalusien. Ostsee. Medica.

Was war das Beste? Schwimmen, wo auch immer. Unterbacher See, Atlantik.

Unwort des Jahres: Jahrhundertsommer. Sowas brauche ich nicht nochmal.

Motto des Jahres: Ich existiere.

Bestes Buch: Der grosse Plan von Wolfgang Scharlau.

Bestes Lied: Falling down (nach dem Vortrag laut aufdrehen und mitsingen)

Getränk des Jahres: Gin tonic in riesigen Ballongläsern.

Vorsätze fürs nächste Jahr: Ich schwör: Ziviler Ungehorsam, Malen, abnehmen, kundenfreundlich und geduldiger sein (obwohl, ich habe schon zwei Tage nicht gehupt). Und den Honda mit 320 PS kaufen.

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Wie gesagt

Wie gesagt, wenn Patienten und Angehörige ein Krankenhaus betreten, verlieren sie häufig Manieren und Selbstständigkeit. Oder auch beides.

Ich laufe über den Flur. Sehe eine neue Patientin in der Wartezone sitzen.

Begrüße sie. Kundenfreundlichundso : „Guten Morgen!“

Patientin beguckt mich mißtrauisch: „Brauche einen Friseur.“

Aus den Augenwinkel sehe ich zeitgleich, wie Schwester Iris versucht einen Privatpatienten im Rollstuhl in sein Zimmer zu schieben. Herr Vonundzu klammert sich an der Tür fest, rammt Iris die Ellenbogen in die Seite.

Das sei kein Luxusprivatzimmer! Der Kühlschrank fehlt! Und die Baustelle! Nicht mit ihm!

Weiter gehts im Aufzug (Memo an mich, Treppe ist besser für die Gesundheit und die Nerven).

Ein Ehepaar betritt die Bühne: „Wo müssen wir hin?“

Habe ich eine Kristallkugel? Wir klären, dass es eine Etage höher geht in die Ambulanz. Ich drücke den richtigen Knopf für sie. Die Aufzugtür geht auf. Ich erkläre, dass sie jetzt aussteigen sollen. Das Ehepaar guckt mich fragend an. „Durch die Tür?“

Ja, wodurch sonst? Himmelkruzifix. Meine Geduld besteht aus einem hauchdünnen Faden.

Weiter gehts beim Friseur.

Neben mir sitzt eine Betondauerwelle. Nachdem ich mir sämtliche Berichte von Magenspiegelungen, Darmspiegelungen und Blutzucker anhören musste, wird die Abholung der Dauerwelle organisiert. Die Friseurin telefoniert hinter dem Sohn her. Dann wird die Dauerwelle in die beige Steppjacke gepackt.

Die Friseurin fragt: „Welcher Ärmel zuerst?“ Halstuch wird umgebunden. Der Rollator zurechtgestellt. Und noch ein Tässchen Kaffee mit Keks bis der Sohn da ist.

Der Sohn trifft ein. Möchte auch noch mal eben die Haare geschnitten haben.

Mokiert sich darüber, dass es ein Terminsalon ist. Kundenunfreundlich sei das.

Wie gesagt.

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Machmallauter – Josh. – Cordula Grün

Cordulaa Grüüüün.

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Kaffee

Heike ist meine Lieblingsschwester auf der Station. Gute Krankenbeobachtung, professionell und freundlich.

Komme auf die Station. Heike steht vor Zimmer 4, bestückt ihren Pflegewagen.

Daneben ist unsere Kaffeeecke. Für Patienten und Besucher.  Dort gibt es  Milch, Zucker, Kaffee und Wasserflaschen grün und weiß.  Zahlen muss man nichts dafür. Halt eine Nettigkeit.

Ich sehe aus den Augenwinkeln wie ein Mann mit blauer Fleecejacke und kariertem Hemd auf Heike zusteuert. Neben ihr stehen bleibt.

Kaffee ist leer!!“ Er zeigt auf die große schwarze Kanne in der Ecke. Kein Guten Tag, kein Entschuldigung, können Sie mir bitte sagen etc.

Heike dreht sich um. „Was wollen Sie mir damit sagen?“

Die Fleecejacke blökt weiter: „Ja, Kaffee ist leer!“

In Heike macht es Ping: Sie weist die Jacke daraufhin, dass sie hier nicht bei Tchibo arbeitet. Ob er ihr Namenschild mit examinierter Krankenschwester lesen könne? Ob er die Worte Bitte und Danke schon mal gehört hätte?

Die Jacke flieht erschreckt. Ohne Kaffee.

Irgendwie wird es immer schlimmer.

 

 

 

 

 

 

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Machmallauter – LSD – Thunderclouds

So einen Schulbus hätte ich auch gerne gehabt.

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Machmallauter- The Pogues – Summer In Siam

Heaven 😍

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Tassos

Wir haben einen Stammgriechen.

Erste Phase: Beim ersten Besuch: Freudestrahlendes Lächeln von Tassos dem Besitzer. Ein breites Kalimeeeeraaaa meine Freunde. Man meint, er würde uns adoptieren. Ouzo, perfekt gekühlt aufs Haus. Guter Service. Schnelle Rechnung. Wir geben viel Trinkgeld. Hier gehen wir öfter hin.

Zweite Phase: Tassos wirft uns ein freundliches Guten Tag zu. Verschwindet in der Küche,  um mit den Köchen griechische Witze zu reißen. Erscheint nach 15 Minuten. Aber na ja, nett ist er ja. Kalt ist es hier, Heizung anmachen wäre nicht schlecht.

Dritte Phase: Tassos sieht uns. Läuft zum nächsten Tisch, der nach uns gekommen sind, um die Bestellung aufzunehmen. Kalimeeeeeraaaa höre ich es schallmeien.  Uns bedient ein Kellner Azubi, der nur mazedonisch spricht. Nach 15 Minuten. Der Ouzo ist warm. Ich habe ein Haar im Salat.

Vierte Phase: Tassos ignoriert uns. Die Rechnung kommt auch nach zwanzig Minuten nicht. Lasse meine Visitenkarte da.

Wir versuchen es mal beim Paulaner.

Erste Phase: Beim ersten Besuch: Freudestrahlendes Lächeln von Peter. Hallööööchen meine Freunde.

Zweite Phase: Schnell weg.

 

 

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