Machmallauter – Kid Kopphausen – Das Leichteste der Welt

Kid Kopphausen, das sind Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen ,  die mit „I“ ein eigenes Album voller hörbarer Singer-Songwritermusik veröffentlicht haben. Auf der ersten Single „Das Leichteste der Welt“ hören wir Herrn zu Knyphausen über „das Leben an sich“ philosophieren mit  handgemachter schrammelnder  Gitarrenmusik.

Alleine für die Texte  lohnt sich das Zuhören:

„…jeder Tag ist ein Geschenk,  er ist nur Scheiße verpackt.
Und man fummelt am Geschenkpapier rum und kriegt es nur mühsam wieder ab..“

Danke schön!

Die Version ist ein bißchen nuschelig, was besseres habe ich leider nicht bekommen. Aber ich glaube, er singt immer so…

Malreingehen- The parade

Der skurrile homochrome Film „Die Parade“ war der Überraschungserfolg auf der diesjährigen Berlinale und erhielt dort zu Recht den Publikumspreis.

Der ehemalige Kriminelle Micky Limun besitzt eine Sicherheits-Firma, mindestens 20 geladene Waffen, die er  in Vasen oder im Herd versteckt zudem einen dicken schnaufenden wasauchimmerhund mit dem Namen Sugar.
Als alter  Kriegsveteran ist er zudem  höchst homophob. Seine Verlobte Pearl hat allerdings die Nase voll von dem heiratszögerndem Micky.Sie  stellt ihm ein Ultimatum. Entweder er beschützt die geplante gay parade ihres schwulen Hochzeitsplaners Mirko oder sie verläßt ihn. Das bärbeißige Alpha-Tier Micky muss schließlich gemeinsam mit dem schwulen Mirko und seinem Freund für die Rechte von Homosexuellen kämpfen.
Auf der Suche nach Mitkämpfern  reisen sie gemeinsam mit einem pinken Mini durch das gespaltene Ex Jugoslawien und engagieren dubiose Mitstreiter. Die alten Feinde – Serben, bosnische Muslime, Kosovo-Albaner und kroatische
Kriegsveteranen bilden  eine skurile  Truppe ,  die es gegen Nationalisten aufnimmt. Die Komödie von Srdjan Dragojević  ist absolut politisch inkorrekt, zum Lachen, macht nachdenklich über Serben, Kroaten, Albaner und Kriege. Das Ende flacht etwas ab, aber sehenswert.  Ich habe nicht einmal auf meine Uhr geschaut. Reingehen!

Onwards and upwards

Geschafft! Der letzte Schritt (wie dramatisch sich das anhört): Die Übergabe meiner alten Wohnung  an die neuen Mieter.
Mit Kloßgefühl noch mal durch die leeren Räume gehen, die jetzt plötzlich ein Echo haben. Mit Kloßgefühl noch mal kurz auf der Treppe draußen sitzen. Mit Kloßgefühl nochmal Frau Sp. treffen, die die Übergabe leitet. Zuletzt haben wir uns bei unserem Einzug gesehen.
Sie hat sich nicht verändert in den letzten drei Jahren, immer noch Piercings, immer noch kurze blonde stachelige Haare, immer noch freundlich.
Noch einmal durch das bunte Haus. Das gelbe Wohnzimmer, die lila Küche, das türkise Schlafzimmer, das blaue Arbeitszimmer. Auf dem Rasen liegen schon Tonnen von gelben Lindenblättern, die ich jetzt nicht mehr wegrechen muß.


Es gibt schon viele glänzende Kastanien auf der Strasse. Und mein Nachbar Bernie hat schon wieder an meiner Rispenhortensie herumgeschnitten. Erkannesauchnichtlassen.
Egal. Tür zu. Kein Blick zurück.
Onwards and upwards. Vorwärts und aufwärts. Sagt David. Recht hat er.

Malreingehen – 25 Jahre Pixar in Bonn

Wer kennt Pixar nicht? Kult ist die Schreibtischlampe, Nemo der Clownfisch, eine kochende Gourmet-Ratte und mein Lieblingspixarfilm „Die Monster AG“, in dem blauhaarige Monster Angst vor Kindern haben. Mit Filmen wie „Monster AG“, „Toy Story“, „Findet Nemo“, „Ratatouille“, „Cars“  setzt Pixar seit Jahren  Maßstäbe in der computeranimierten Trickfilmtechnik. Pixar setzt sich zusammen aus Pixel und Art und genau das macht die Filme neben der perfekten Animationstechnik so sehenswert. Jeder Charakter ist menschlich liebenswert überzeichnet und man erkennt sich selbst in einem Staubsauger oder einer Schreibtischlampe wieder.

Das Filmstudio  ist jetzt  25 Jahre alt geworden. Anteil an dem Pixar Erfolg hatte auch Steve Jobs, der  Pixar 1986 für fünf Millionen Dollar aufkaufte. Durch Toy Story ging Pixar 1995 an die Börse und verdoppelte seinen Wert, Jobs wurde zum Milliadär. Das Bonner Museum widmet dem Animationsstudio und seinen mehrfach oscarprämierten Filmen eine eigene Ausstellung.

Die Austellung ist noch bis  zum 6. Januar 2013 in Bonn zu sehen. Für die Austellung wurde die Bundeskunsthalle heftig kritisiert. Sie würde sich für Firmenwerbung öffnen  und sich zum Büttel von Walt Disney machen lassen.  Zudem seien dies keine gesellschaftlich relevante Themen.

Ihr allesverderbenden Kritiker, lasst uns doch einfach mal Spaß haben beim Wiederentdecken von Mike,  Nemo und Rémy, der kochenden Ratte!

Hier ein kurzer Rundgang ohne Ton durch die Ausstellung.

Umzug oder ichsuchmichtot

Mein jetziger Umzug stand unter dem Motto: Suchen, suchen und suchen.
Ich habe noch nie so viel gesucht, Nägel, Schrauben , Dübel, Schraubenzieher, Schraubendreher, Hammer, Bleistifte, Taschenlampen, Steckdosen, Stahlbohrer, Steinbohrer, Wasauchimmerbohrer, mein Shampoo, meine Socken, Steckdosen im Badezimmer, mein Hirn, meine Geduld.  Es war wie Memory spielen, ich meinte, es gerade da noch gesehen zu haben. Ich bin sogar ganz elegant in die falsche Garageneinfahrt gefahren. Die Nachbarn haben ein bißchen seltsam geguckt, als ich mich vor ihre Garage gestellt habe…sieht halt alles gleich aus.
Ach ja und was männliches und weibliches Arbeiten angeht:
Liebe Männer, habt Ihr schon mal was von Arbeitsvorbereitung gehört? Ich habe keine Lust, die fünfer Dübel, die „gerade noch da gelegen haben“ für Euch zu suchen.
Wenn ich bohre oder schraube suche ich vorher alles zusammen und dann geht es los.
Männer bereiten nicht vor sondern delegieren: Holma, Gemma, Suchma! Das ist der männliche Imperativ. Absolut nervenaufreibend. Ein weiblicher Arbeitsplatz sieht so aus: Aufgeräumt, sortiert. Alles an seinem Platz.

Im Gegensatz dazu ein männlicher Arbeitsplatz: (siehe unten):  Chaos, Dübelhaufen, Schraubenschlunzerei.

Jetzt bin ich müde vom Suchen und gucke in meinen Garten, da sitzt die cappuccinofarbige Katze mit den grünen Augen von nebenan und belauert wasauchimmer. Sie scheint ein bißchen dämlich zu sein, gestern hat sie versucht, einen Schmetterling zu fangen, wie Frodo nur in Katzenform!


Aber wie heißt es so schön ein Umzug ist immer onwards and upwards. Und dafür und für die Frodokatze lohnt sich auch die verdammte, vermaledeite Dübelsucherei! 😉

Nichtreingehen – Prometheus

Das ist mit Abstand der ärgerlichste Film dieses Jahres. Das Prequel von Alien. 17 Wissenschaftler mit einem gemeinsamen IQ von 90 fliegen mit dem Forschungsschiff Prometheus um die Konstrukteure der Menschheit zu finden. Nicht wissend, das gerade diese die Menschheit wieder ausrotten wollen.
Das Drehbuch ist voller Unstimmigkeiten und schwarzer Logiklöcher, die mir Gänsehaut bereitet haben. Die philosophischen Beiträge sind nur angeschnitten und taugen bestenfalls für ein Kinderbuch. Der Film ist leider ein maues Popcorn-Kino geworden, das durch den Mischmasch aus Anspruch, Horror und Charakterspiel auf keiner Ebene funktioniert. Besonders lachhaft die Szene in der Noomi Rapace sich durch einen OP Roboter von ihrem Alien Fetus befreien lässt. Eine Minute nach der OP ist sie natürlich wieder kampfbereit. Auch schleppt die Crew völlig angstbefreit einen Alien Kopf mit ins Raumschiff, typisch Amis, können von nichts die Finger lassen! Und wie kann man den 45 jährigen Guy Pearce nur auf einen 90 jährigen Mann schminken? Da geht die goldene Himbeere diesmal glatt an den Maskenbildner.
Einzig und allein die CGI-Effekte setzen neue Maßstäbe.
Michael Fassbender als Android David und Charlize Theron sind die menschlichen Lichtblicke.
Ach Ridley Scott, was hätte man aus diesem Film machen können mit einem gescheiten Drehbuch…

Michael Fassbender

Die Mafia sitzt in Italien, die GEMA in München

Der IT-Rechtsprofessor Thomas Hoeren aus Münster hat die Gema mit der Mafia verglichen.  Die Gema reagierte daraufhin mit einer Abmahnung. Mit was auch sonst…

Hoeren berichtigte sich darauf : „Die Mafia agiert aus Italien, die Gema aus München.“

Thomas Hoeren, der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster, hat von ‚mafiösen‘ Strukturen bei der  Gema gesprochen.
Er sagte in einem Interview : „Die gesamte Konstruktion zwischen Urhebern, Verwertern und Nutzern ist seit längerer Zeit komplett aus den Fugen geraten. Das Urheberrecht will und soll ein Recht der Kreativen sein, es ist aber längst ein reines Wirtschaftsrecht der Verwerter. (…)
Die Musiklabel etwa haben irgendwann entdeckt, dass die Gema über eine Sonderkonstruktion aus den Dreißigerjahren, die ausnahmsweise angewandt wurde, nicht nur Geld an Komponisten, sondern auch an Musikverlage ausgeschüttet hat. (…)
Man darf den Einfluss von bestimmten Unternehmen der Unterhaltungsindustrie nicht unterschätzen, und man muss außerdem wissen, dass es damals innerhalb der Gema ‚mafiöse‘ Strukturen gab, die die Gema noch bis heute beherrschen.“

Nach dem Interview hatte die Gema ihm während seines Urlaubs in Island  eine Abmahnung zugeschickt und ihn zur Abgabe einer Unterlassungserklärung hinsichtlich des Wortes „mafiös“ aufgefordert hatte.

Hoeren: „Nun ist es schwierig, in Nordisland angemessen auf eine solche Schrift zu reagieren. Auch ist der Zusammenhang zwischen ‚Mafia‘ und ‚mafiös‘ nicht offensichtlich. Nun gut – sei es drum.

Die Gema hat natürlich nichts mit der Mafia zu tun.

Es gibt da viele Unterschiede, unter anderem agiert die Mafia von Italien, die Gema von München aus, schneidet Abtrünnigen Finger ab (ist mir als Praxis bei der Gema unbekannt); ist/war die Mafia in unerlaubte Prostitution, Mord, Geldwäsche verwickelt, die Gema nicht.“

Gut pariert Herr Hoeren! Immer schön den Gegner totlächeln 😉

Via golem, thx!

Olympiade 2012 London

Was habe ich denn von der Olympiade in London im Kopf und im Herz behalten?

Die kraftvollen Ruderer, die genialen Beachvolleyballa, Hulk Hartings Hürdenlauf, die jammernden Schwimmer, die dummschwätzende Franziska van Almsick, die verwirrten Kampfrichter, den hypertrophen arroganten Usain Bolt (jaja, er kann laufen, ich weiß, trotzdem…). Dazu die nicht abnehmende Flut der Funktionäre, die alle gleich aussehen, ledrige sonnengegerbte Haut  und blaue Sakkos. Und nicht zu vergessen die blauen Gummistiefel der Tschechen beim Einzug.

Und  alle haben im Vorfeld geunkt: In London, das geht nicht gut, das wird ein Verkehrschaos, Terroranschläge …Und es war alles gut!

Und das ist mein Olympia Lied von Emeli Sandè, einer Schottin mit einer genialen Ausdruckskraft in der Stimme. Sie hat es gestern auf der Abschiedsfeier gesungen. The best of british 😉

Interessenten

Auf der Suche nach einem Nachmieter ziehen Horden von sogenannten „Interessenten“ durch mein Haus. Dasistganzschönanstrengend.

Allein schon die Terminabsprachen:  „Nein, Samstag können wir nicht, da sind wir auf einem Geburtstag und Sonntag geht auch nicht, da haben wir Besuch. (…dann halt nicht, LMAA).

Es gibt verschiedene Typen von Interessenten.

Da gibt es die Flodders, alter Hartz IV Adel mit zwei freundlichen räudigen Hunden und fünf nichterzogenen Kindern von vier verschiedenen Vätern.

Da gibt es die gut situierte drei Personen Familie mit arroganter hypergestylter Tochter, die mehr Make up im Gesicht trägt, als ich je im Jahr verbrauche und  denen die Küche zu klein, das Wohnzimmer zu klein, das Schlafzimmer zu klein und sogar der Keller zu klein ist. (….hallo, der Keller ist der unwichtigste Raum, wohnt ihr etwa im Keller??).

Da gibt es die schwatzhafte, distanzlose kurzhaarige Gepiercte, die mich gleich dutzt (wir kennen uns doch aus Überruhr…., nein, tun wir nicht, lass mich in Ruhe).

Da gibt es die naserümpfende Blondine, die sich wundert, dass ein dreistöckiges Haus soooo viele Stufen hat (…bau Dir doch einen Bungalow meine Liebe).

Da gibt es das junge karrierebewußte Pärchen, das gerne „Paaaarty“ macht, und denen Steele doch zu langweilig ist (…überlegt Euch das bitte vorher und verpißt Euch doch nach Rüttenscheid).

Da gibt es den Karriere Single mit weißem Oberhemd und ausrasiertem Nacken, der seine Küchenschränke, seine Schlafzimmerschrank, seinen Wohnzimmerschrank und seine WasauchimmerSchränke nicht „stellen“ kann. (…mein Gott, was habt Ihr für Möbel, glaubichdochnicht).

Ein Gutes hat das Ganze, mein Haus war noch nie so aufgeräumt ;-).

Machmallauter – Rudimental Feat. John Newman – Feel The Love

Ich mag es zwar sonst mehr gitarrenlastig, aber die Trompete bei 2:11 in Kombination mit dem Soulsänger John Newman tut es auch.
„Rudimental“ wird als Revolution der Dubstep/Drum & Bass Szene in England gehandelt. Na ja…. Ich finde den Text ziemlich mau, aber der drum & bass hat schon was! Für den Sommer sehr gut geeignet. Und das Pferd sieht auch nett aus.