Sehr geehrter Herr Bierwerth,

Sie haben netterweise auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen  eine Gourmetmeile am letzten Wochenende organisiert. Herzlichen Dank für Ihre Mühe!   An vielen Ständen wurde man bekocht und konnte Endivien-Kartoffelstampf mit gebratener Blutwurst „geniessen“.

Auch Norbert Brauckmann, Betreiber der auf Zollverein ansässigen Gastronomie „Butterzeit“, bot neben der Gourmetmeile Pommes, Currywurst und Bier in einem Wagen an. Damit  zog er sich jedoch Ihren Zorn zu.
Sie meinen, dass Currywurst und Billigbier auf einer Gourmetmeile nicht passend ist.  
Kurzum haben Sie  einen Metallzaun um die komplette Pommesbude ziehen lassen. Respekt dafür!
Respekt für Ihre wertschätzende  Entscheidung  auf einer Zeche,  in der Familienväter einst Blut gerotzt haben, um ihre Kinder zu ernähren, preiswertes Essen auszugrenzen.
Respekt für Ihre mutige  Entscheidung, in einem aufgeblasenem Weltkulturerbe, welches mit 31 Millionen Euro subventioniert wird und seitdem ein ständiges Minus schreibt,  einen Zaun um Gäste  zu ziehen, die aufs Geld achten (müssen).
Respekt auch für Ihren umsichtigen Umgang mit Strom und Wasser, Die 100.000 Euro für die Veranstaltung zahlen Sie ja sicherlich aus der Portokasse. Haben Sie den EIfelturm zusätzlich illuminiert?
Ich freue mich nicht auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
 
Zornige Grüße
Anna-chie
Zollverein
 
 
  
 
 
 
 
 Bild von Jörg Schimmel, via DerWesten.de
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