Zornige junge Männer

Und wieder sieht man sie im Fernsehen: zornige, junge Männer, die  amerikanische, britische und deutsche Botschaften stürmen aus Protest, nicht nur gegen das diffamierende Video, sondern aus Protest gegen die westliche „Zivilisation“, die ihnen übergestülpt wird.  Was ist denn aus dem tunesischem Frühling geworden? Eine Revolution gegen Gaddafi und Assad, was hat es gebracht? Immer wenn die westlichen und insbesondere die amerikanischen Potentaten säbelrasselnd mitmischen und zwangsbefriedigen ohne Rücksicht auf bestehende Verhältnisse und Religionen werden sich solche  Szenen wiederholen. Krieg führt keine westliche Form der Demokratie herbei. In Syrien ist die Al-Qaida zum Verbündeten Amerikas geworden ist. Der Feind deines Feindes ist nicht dein Freund (Peter Scholl-Latour).

Amerikaner, hinsetzen, Note sechs!

Onwards and upwards

Geschafft! Der letzte Schritt (wie dramatisch sich das anhört): Die Übergabe meiner alten Wohnung  an die neuen Mieter.
Mit Kloßgefühl noch mal durch die leeren Räume gehen, die jetzt plötzlich ein Echo haben. Mit Kloßgefühl noch mal kurz auf der Treppe draußen sitzen. Mit Kloßgefühl nochmal Frau Sp. treffen, die die Übergabe leitet. Zuletzt haben wir uns bei unserem Einzug gesehen.
Sie hat sich nicht verändert in den letzten drei Jahren, immer noch Piercings, immer noch kurze blonde stachelige Haare, immer noch freundlich.
Noch einmal durch das bunte Haus. Das gelbe Wohnzimmer, die lila Küche, das türkise Schlafzimmer, das blaue Arbeitszimmer. Auf dem Rasen liegen schon Tonnen von gelben Lindenblättern, die ich jetzt nicht mehr wegrechen muß.


Es gibt schon viele glänzende Kastanien auf der Strasse. Und mein Nachbar Bernie hat schon wieder an meiner Rispenhortensie herumgeschnitten. Erkannesauchnichtlassen.
Egal. Tür zu. Kein Blick zurück.
Onwards and upwards. Vorwärts und aufwärts. Sagt David. Recht hat er.

Malreingehen – 25 Jahre Pixar in Bonn

Wer kennt Pixar nicht? Kult ist die Schreibtischlampe, Nemo der Clownfisch, eine kochende Gourmet-Ratte und mein Lieblingspixarfilm „Die Monster AG“, in dem blauhaarige Monster Angst vor Kindern haben. Mit Filmen wie „Monster AG“, „Toy Story“, „Findet Nemo“, „Ratatouille“, „Cars“  setzt Pixar seit Jahren  Maßstäbe in der computeranimierten Trickfilmtechnik. Pixar setzt sich zusammen aus Pixel und Art und genau das macht die Filme neben der perfekten Animationstechnik so sehenswert. Jeder Charakter ist menschlich liebenswert überzeichnet und man erkennt sich selbst in einem Staubsauger oder einer Schreibtischlampe wieder.

Das Filmstudio  ist jetzt  25 Jahre alt geworden. Anteil an dem Pixar Erfolg hatte auch Steve Jobs, der  Pixar 1986 für fünf Millionen Dollar aufkaufte. Durch Toy Story ging Pixar 1995 an die Börse und verdoppelte seinen Wert, Jobs wurde zum Milliadär. Das Bonner Museum widmet dem Animationsstudio und seinen mehrfach oscarprämierten Filmen eine eigene Ausstellung.

Die Austellung ist noch bis  zum 6. Januar 2013 in Bonn zu sehen. Für die Austellung wurde die Bundeskunsthalle heftig kritisiert. Sie würde sich für Firmenwerbung öffnen  und sich zum Büttel von Walt Disney machen lassen.  Zudem seien dies keine gesellschaftlich relevante Themen.

Ihr allesverderbenden Kritiker, lasst uns doch einfach mal Spaß haben beim Wiederentdecken von Mike,  Nemo und Rémy, der kochenden Ratte!

Hier ein kurzer Rundgang ohne Ton durch die Ausstellung.