Essen 2030 – Setzen, sechs!

„Essen.2030 – machen auch Sie mit!  Essen ist eine lebens- und liebenswerte Stadt mit großen Potenzialen und Herausforderungen gleichermaßen. Darum geht es im Strategieprozess Essen.2030. Die Stadt Essen will gemeinsam mit der gesamten Stadtgesellschaft eine Zukunftsstrategie für Essen entwickeln. Machen auch Sie mit! Tragen Sie dazu bei, dass Essen eine liebenswerte und starke Stadt bleibt, in der die Menschen gerne leben.“ 

Soweit so gut das Konzept der Stadt Essen, auf trockenem Papier. Im übrigen wundere ich mich über das Wort „Stadtgesellschaft“, eine Stadt beinhaltet eine Gesellschaft.  Da braucht es keine Diversifizierung.

„In Essen sollen Bürger mitreden“,  absolute Heuchelei.

In Essen-Steele war am Wochenende ein Stand  von Essen 2030.

Angesprochen auf die mannigfaltigen diversen Tochtergesellschaften der Stadt Essen, zu denen es natürlich immer je einen Vorstand mit Sekretariat etc. gibt und ob man diese Gesellschaften vielleicht auch auflösen könnte, um Kosten zu sparen, gab es als Antwort nur dämliches leeres Gegrinse.  Man schrieb es dann auf einen kleinen schmutzigen Zettel, um es „weiterzugeben“ und diesen Zettel mit Sicherheit zu entsorgen.

Konstruktive Kritik und bürgernahe Lösungen unerwünscht.

Noch Fragen?

Erinnert Euch bürgerferne Verwaltung und Stadtspitze: Memento mori.

Alle Gewalt geht vom Volke aus. Setzen, sechs!

Malreingehen- The parade

Der skurrile homochrome Film „Die Parade“ war der Überraschungserfolg auf der diesjährigen Berlinale und erhielt dort zu Recht den Publikumspreis.

Der ehemalige Kriminelle Micky Limun besitzt eine Sicherheits-Firma, mindestens 20 geladene Waffen, die er  in Vasen oder im Herd versteckt zudem einen dicken schnaufenden wasauchimmerhund mit dem Namen Sugar.
Als alter  Kriegsveteran ist er zudem  höchst homophob. Seine Verlobte Pearl hat allerdings die Nase voll von dem heiratszögerndem Micky.Sie  stellt ihm ein Ultimatum. Entweder er beschützt die geplante gay parade ihres schwulen Hochzeitsplaners Mirko oder sie verläßt ihn. Das bärbeißige Alpha-Tier Micky muss schließlich gemeinsam mit dem schwulen Mirko und seinem Freund für die Rechte von Homosexuellen kämpfen.
Auf der Suche nach Mitkämpfern  reisen sie gemeinsam mit einem pinken Mini durch das gespaltene Ex Jugoslawien und engagieren dubiose Mitstreiter. Die alten Feinde – Serben, bosnische Muslime, Kosovo-Albaner und kroatische
Kriegsveteranen bilden  eine skurile  Truppe ,  die es gegen Nationalisten aufnimmt. Die Komödie von Srdjan Dragojević  ist absolut politisch inkorrekt, zum Lachen, macht nachdenklich über Serben, Kroaten, Albaner und Kriege. Das Ende flacht etwas ab, aber sehenswert.  Ich habe nicht einmal auf meine Uhr geschaut. Reingehen!