Stadt, Land,Tod am Niederrhein

Meine Füße und auch mein Herz gehören ins Ruhrgebiet. Beruflich bin ich mit dem Kopf am Niederrhein zu Hause.
Am Niederrhein ist es platt, gut fürs Radfahren und ruhig. Auch Samstags kann ich um 12 Uhr dort noch einkaufen, ohne niedergetrampelt zu werden. Der Niederrhein, ob rechts- oder linksrheinisch hat Atmosphäre. Links- oder rechtsrheinisch ist hier übrigens immer ein großes Thema. Es soll Niederrheiner geben, die noch nie über die Rheinbrücke gekommen sind!

Es gibt hier allerdings nicht nur Spargel aus Walbeck oder Bier aus Issum, sondern auch entspannende Kurzurlaube lassen sich hier verleben.

Angekommen im Hotel gab es zur Stärkung erstmal eine leckere frische Waffel mit heißen Kirschen.
Danach ein Gläschen Sekt und der Urlaub konnte starten.

Ein stimmungsvoller Nebeltag war dabei, den man vom warmen Panoramapool aus genießen konnte.

Abends saß eine nette Mädeltruppe neben uns, die uns beibrachte „Stadt, Land, Tod“ zu spielen.
„Stadt, Land, Tod“ ist die blutrünstige Version von „Stadt, Land, Fluss“, sehr cool und witzig!
Heraus kamen dabei so Sätze wie: „Der zornige Zahnarzt bohrte mit dem Zahnbohrer ein riesiges Loch in den Kopf des Zahnarztpatienten und entkam dann mit der Zahnradbahn.

Nach einigen Caipirinhas, die der sportliche schöne Sascha sicher, schnell und stark mixte, fiel unsnochvielmehrein ;-).  Auf das nächste Mal!   

Tintin

Hach, mein neuer Tim und Struppi Kalender für 2012 ist da.

Ich habe Tim und Struppi schon als Kind geliebt. Und ich hatte alle Hefte! Wirklich alle.

Besonders die Farben fand ich faszinierend. Vorne gab es ja immer ein Seite mit Portraits, die habe ich immer mit meinen knallbunten Filzstiften ausgemalt.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf 2012!

                 

Grüne Kühe und Jasmintee

Freies Wochenende!! Endlich!

Zuerst ging zu Ikea oder wie der Ruhrpöttler sagt nach Ikea. Leider sahen die gestreiften  Küchenstühle, die ich mir ausgeguckt hatte, in live wie alte Herrenschlafanzüge aus. Aaargh!  Dafür gab es als Ausgleich  ein Bild mit einer grünen seelenvoll blickenden Kuh…Die Kuh wird jetzt mit ihren großen  bewimperten Augen auf meinen Eßtisch schauen (falls ich den Nagel in diesem Leben noch  in die Wand bekomme)!

Abends war dann wieder Seelenfutterabend angesagt. Die Wahl fiel auf den Chinagarden an der Aktienstraße in Mülheim a.d. Ruhr. Dort mussten wir  den Teller mit Wäscheklammern beschriften, nettes System.

Sehr empfehlenswert  die himmlische Ingwersoße. Als Nachtisch Lychees und knallgrüner Wackelpudding ;-).

Neben uns saß eine russische Großfamilie, die Geburtstag feierte.  Im akustischen Mittelpunkt eine mittelaltrige dominante Blondine  mit einer Tonhöhe wie ein Maschinengewehr. Nach zwei Flaschen  Wodka wurde auch noch eine  blaue Gitarre ausgepackt und live gesungen.

Gott sei Dank übernahm den Part ein blasser braunäugiger Mann mit einem tollen Timbre,  der russische melancholische  Lieder intonierte,  herzschmerzig, hach, schön.

Zum Abschied  gab es  noch heißen  Jasmintee.

Freunde, Musik und  heißer Tee waren an diesem Abend eine perfekte Seelenmischung.

Ist das Kunst oder kann das jetzt weg?

Im Dortmunder Museum am Ostwall hat eine Putzfrau Teile eines Kunstwerks weggeschrubbt.

Das Werk  von Martin Kippenberger mit dem bezeichnendem Namen  Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen besteht aus einem Holzlattenturm.

In der Mitte befindet sich ein Gummitrog mit einem Kalkfleck, der Fleck ist jetzt weg…

Sorry liebe Lesenden, das ist für mich Realsatire pur (ich komme aus dem Grinsen nicht mehr raus)..

Die Putzfrau hat dem Werk  des verstorbenen Kippenbergers doch posthum zu viel Ruhm verholfen.

Und man sieht doch wieder daran, Kunst wird von einem begrenzten Kreis für einen begrenzten Kreis gemacht.

Hurrrz!

     Bild Ernie I Bert