Sehr geehrter Herr Bierwerth,

Sie haben netterweise auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen  eine Gourmetmeile am letzten Wochenende organisiert. Herzlichen Dank für Ihre Mühe!   An vielen Ständen wurde man bekocht und konnte Endivien-Kartoffelstampf mit gebratener Blutwurst „geniessen“.

Auch Norbert Brauckmann, Betreiber der auf Zollverein ansässigen Gastronomie „Butterzeit“, bot neben der Gourmetmeile Pommes, Currywurst und Bier in einem Wagen an. Damit  zog er sich jedoch Ihren Zorn zu.
Sie meinen, dass Currywurst und Billigbier auf einer Gourmetmeile nicht passend ist.  
Kurzum haben Sie  einen Metallzaun um die komplette Pommesbude ziehen lassen. Respekt dafür!
Respekt für Ihre wertschätzende  Entscheidung  auf einer Zeche,  in der Familienväter einst Blut gerotzt haben, um ihre Kinder zu ernähren, preiswertes Essen auszugrenzen.
Respekt für Ihre mutige  Entscheidung, in einem aufgeblasenem Weltkulturerbe, welches mit 31 Millionen Euro subventioniert wird und seitdem ein ständiges Minus schreibt,  einen Zaun um Gäste  zu ziehen, die aufs Geld achten (müssen).
Respekt auch für Ihren umsichtigen Umgang mit Strom und Wasser, Die 100.000 Euro für die Veranstaltung zahlen Sie ja sicherlich aus der Portokasse. Haben Sie den EIfelturm zusätzlich illuminiert?
Ich freue mich nicht auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
 
Zornige Grüße
Anna-chie
Zollverein
 
 
  
 
 
 
 
 Bild von Jörg Schimmel, via DerWesten.de

Chirurgenwitze

Es regnet, ich müsste eigentlich Wäsche machen, ich hab nix zu tun. Eine gute Gelegenheit für ***Trommelwirbelundtusch*** Chirurgenwitze!

1. Was ist eine Blondine zwischen zwei Chirurgen?
Nicht die Dümmste!

2. Streiten sich zwei  Chirurgen um ein Lexikon.

3. Ein Chirurg und ein Internist stehen im Aufzug. Plötzlich geht die Tür zu, beide wollen jedoch noch aussteigen. Sie stecken den Körperteil in die zugehende Tür, welchen sie am wenigsten brauchen:  Der Internist die Hand – der Chirurg den Kopf.

4. Wie begeht ein Chirurg Selbstmord?
Indem er sich von seinem Ego auf sein Niveau stürzt.

5. Was sind zwei Chirurgen vor einem EKG? – Eine Doppelblindstudie.

6. EKG für Chirurgen:

– Zacken nach oben – alles klar.

– Zacken nach unten – Internisten fragen. Anschließend EKG umdrehen und zwar so, dass die Buchstaben und Zahlen in der Kopfzeile richtig rum sind.

– Keine Zacken – gerade erst passiert: Anästhesisten holen.

– Keine Zacken – schon länger da: Totenschein.

7. Wo versteckt man am besten 100 Euro vor einem Chirurgen? In einem Lehrbuch.

8. Ein guter Chirurg, ein schlechter Chirurg, ein Internist und ein Radiologe gehen spazieren. Da liegt ein 500,- € Schein am Boden. Wer kriegt ihn?
Der schlechte Chirurg. Einen guten gibt es nicht, der Internist muss erst seinen Oberarzt fragen, und der Radiologe  rennt für 500  Euro nicht los

…Wieviele Chirurgenwitze gibt es eigentlich? – Nur einen, der Rest ist wahr…

Schön schwanger

Für alle Schwangeren (nein, nein, ich bin es nicht):  Sprüche, die man nach neun Monaten bestimmt nicht mehr hören kann.

1. „Färbst du Dir etwa noch die Haare??

Antwort:  „Nein, Färben und Rauchen in der Schwangerschaft ist bestimmt zu viel fürs Kind. Ich rauche dann lieber….“ (und dann in das entsetzte Gegenübergesicht sehen..)

2. „Was wird es denn?

Antwort: „Ein Kind!“

3. „Das ist aber schon ein richtig großer Bauch.“

Antwort: „Tja, eigentlich logisch, wo sich doch tatsächlich ein 50 cm großer Mensch darin befindet! Ich würde auch lieber Eier legen!“

4. Beim Kauf von Unterwäsche (String + BH).

Die schnippische Verkäuferin an der Kasse: “ Ist das etwa für Sie???“
Antwort: „Nein, das zieht mein Freund im Kreissaal an, falls es ihm zu warm wird!“

5. Beim Kauf von Entharungscreme eine Kundin dahinter:  „Unverantwortlich in der Schwangerschaft zu enthaaren!!

Antwort: “ Ich bin schwanger, aber ganz sicher keine Vogelspinne oder Bruno der Bär!“

6. „Du musst jetzt für zwei essen“

Gedanke: „Klaaaaro, und für zwei wieder abnehmen.!“

7. „Mensch, im Gesicht biste aber voller geworden!

Gedanke: „Danke schön %&?!!!§$%!!!“

8. „Weißt du schon, wo du entbindest? Da und da würd ich aber nicht hingehen, weil…“:

Antwort: „Ich gehe ins Kartoffelfeld  von  Bauer Ridder und entbinde hinter der großen Eiche. Wie alle in meiner Familie!“

9.“ Du bist nur schwanger und nicht krank!!“

Nachdem sie sich 15 mal übergeben hat und er mit Käsechips vor dem Fernseher sitzt.

Und bitte, lasst dieses ständige Bauchgetatsche! Danke.

Noch keine Freunde

Letzte Woche war es so weit. Meine alten pinkweißen Nike Capri Sneakers haben endgültig das Zeitl(e)iche gesegnet. Die äußere Seitennaht war aufgerissen, Wasser lief herein. Die Entscheidung steht: Ich brauche neue. Dringend,

Mit dem Kauf von neuen Sneakers ist das bei mir so eine Sache.  Männer gehen in ein Geschäft in Düsseldorf-Rath, probieren an und kaufen oder kaufen nicht. Dauer maximal 10 Minuten.

Ich hingegen brauche durchschnittlich eine Woche á 7 Tage á 24 Stunden um mich für neue Sneakers zu entscheiden. Ich wälze diverse homepages, vergleiche adlergleich Kundenbewertungen. Zukleinzugroßzuteuerzuwasauchimmer. Mein Browser Verlauf besteht nur aus Runnerspoint, Zalando,I´m walking.

Weil: Diese neuen Schuhe werden mich jetzt bestimmt vier Jahre begleiten. Sie werden mich Kilometerweit über Krankenhausflure,  durch EssenWeselDattelnHamburgDüsseldorf, an der Ruhr, am Auesee, am Rhein, Ostsee, WasauchimmerSee  führen. Sie werden mich durch Umzüge und zu Trainingshallen tragen.  Ich werde mit Ihnen Gaspedale treten und auf Bremspedale drücken.

Sie müssen mit mir durch Regen, Hundehaufen, Staub, Schnee, Glatteis, schmutzige Pfützen, über Laub, Kopfsteinpflaster, Sand, Erde, Rasen. Ich werde zigmal über sie im Flur, Schlafzimmer oder Wohnzimmer stolpern. Ich werde sie abends im Garten liegenlassen und sie  morgens taunass anziehen müssen. Morgens werde ich mit Ihnen die Treppe zur Tiefgarage hochstolpern, weil ich noch müde bin. Und abends herunter.

Ich werde mit ihnen stundenlang an Kassen, Check in Schaltern,Kinoschaltern, Rezeptionen und Bars anstehen und  mich ignorieren lassen. Es werden mir Frauen mit hohen bleistiftdünnen  Absätzen oder Bauarbeiter mit groben Sicherheitsschuhen drauftreten. Ich werde wütend mit ihnen aufstampfen oder anderen auf die Füsse treten. Ungeduldig bei der Frühbesprechung über den Boden scharren.

Gestern sind meine neuen Schuhe gekommen. Sie gehen und sehen gut aus. Zu hell. Zu empfindlich. Sie passen perfekt. Aber doch zu weich. Ich proniere zu viel. Zu warm. Zu neu. Es wird dauern, bis wir echte Freunde werden.

Bye bye

Save Canarias!

Wer die kanarischen Inseln so liebt,  wie ich den endlosen Strand von Fuerteventura:

Die spanische Regierung hat im März 2012 den Start von Erdölbohrungen im Atlantik in unmittelbarer Nähe, sprich 10 km vor den kanarischen Inseln genehmigt.  Die Bohrungen können bis  5.000 Meter Tiefe hinunterreichen. 

Wer weiter im blauen Atlantik surfen und schwimmen will:

Bitte die Online Petition unterschreiben und teilen. Danke. Save Canarias!

Interessanterweise haben auch amerikanische Universitäten auf mögliche Gefahren der Öl Bohrungen hingewiesen. Wahrscheinlich damit keine Konkurrenz zu Ami Öl entsteht…

Thx Ano!

Malreingehen – Conjuring

Geht in den Film, wenn Ihr Euch gruseln wollt.

Geht  in den Film, wenn Ihr alle 5 Minuten vor Schreck zusammenzucken wollt.

Geht in den Film, wenn Ihr unverbrauchte  Schauspieler sehen wollt.

Geht in den Film, wenn Ihr auf 70er Jahre Mode, bling bling  und lange Wollstrickjacken steht.

Geht in den Film, wenn Ihr auf das süßliche Klischee einer vielköpfigen amerikanischen Großfamilie steht, die im Auto Kanon singt.

Geht in den Film, wenn es Euch nicht zu viel ist,  „Der Exorzist“, „Die Vögel“, „The sixth sense“ und „Amityville“ in einem zu sehen.

Geht in den Film, wenn Ihr als Kind gerne verstecken gespielt habt.

Geht nicht in den Film, wenn Euer Kleiderschrank im Schlafzimmer steht.

Geht nicht in den Film, wenn Ihr einen Keller besitzt.

Und mehr…

Heute auf dem Weg zur Arbeit. Beim stundenlangen Warten an der roten Ampel blicke ich auf eine Plakatwand daneben.

Darauf wirbt ein dicker Braunbär mit Kochschürze und weißer Mütze   für den Bärengrill: „Sie rufen an -der Bär bringt’s ran!“ .  Gefällt mir, ich mag Bären.

Darüber eine große gelbblaue Werbung für den Getränkemarkt  Dursti.  „Getränke und mehr…“

Aaaargghhh! Meine Nackenhaare richten sich auf.Wie ich es hasse. Jeder meint, hinter seine Berufswerbung noch ein „mehr“ kleben zu müssen. Getränke und mehr…, Architektur  und mehr.., Friseur  und mehr…, Fliesen und mehr… Fitness und mehr

Und diese  unsäglichen dämlichen drei Pünktchen dahinter. Dieses pseudoversprechende, nichtssagende, verbal sinnlose, hirnverstopfende „mehr„. Krieg`ich dann eine Massage, wenn ich einen Kasten Köpi oder Fiege kaufe? Mir reichen schon die Wasserwaagen zu jedem Köpikasten. Oder bekomme ich beim Heizungsinstallateur frische Gelnägel als „mehr„?

Ich will kein mehr. Ich will einen Bierkasten oder einen  Haarschnitt. Nicht mehr. Ohne mehr. Danke.

Biete – Suche

In unserem klinikeigenem Intranet gibt es die Rubrik: Biete – Suche. Hier wird alles angeboten. Wirklich alles.

Beim Stöbern merke ich, dass ich auf dem Land arbeite.

Hier wird ein Beistellpferd angeboten: Ein brauner Wallach, der Quassel heißt, sehr lieb, absolut herdenverträglich und  noch leicht geritten werden kann.  Das Wort Beistellpferd habe ich erst hier gelernt.  Genau wie Rotbunt Vieh. Bis jetzt kannte ich nur Beistelltisch.

Darunter möchte Schwester Dunja von Station 5  drei Meerschweinchen, die Flutschfinger, Nogger und Capri heißen, in gute Hände abgeben.

Eine Zeile tiefer  kann man eine Schubkarre Pferdemist als Dünger für 10 Euro erstehen.

Jemand vom Controlling verscherbelt seine gesamte Einrichtung mit Fotos. Nee, das will ich nicht sehen. Trotzdem gucke ich hin, wie bei einem Auffahrunfall. Fieser Schrank in Nußbaum.

Der arrogante Chirurg verkauft einen Wohnwagen (der und Wohnwagen??).

Die indische Schwester Greeny sammelt wieder Woll-und Kerzenreste.

Frau Florian von der Zentrale möchte ein Seniorenbett für 100 Euro abgeben. Die Mutter ist gestorben.

Schwester Hanne gibt ihr Hochzeitskleid ab, Größe 40.  Der Ehemann hat sich von ihr getrennt.

Der Anästhesist will für seinen alten VW Jetta  300 Euro haben. Surfbrett inklusive.

Unten werden Biertische vom letzten Schützenfest preiswert abgegeben.

Abklatsch vom Leben, Mikrokosmos:  Biete – Suche.