Chipsmonster

Liebe Mitbürger,

– wenn Sie ins Kino gehen, kaufen Sie bitte keine raschelnde 2 Kilo Salsa Chipspackung und setzen sich in die Reihe direkt hinter mich.

– wenn Sie ins Kino gehen, verzichten Sie bitte auf die stinkenden gummiartigen Käse Nachos oder essen Sie wenigstens schnell auf.

– Liebe Frauen: Bitte tragt kein moschusextremes Angel Parfüm. Die Geruchsmischung aus Käse und Parfüm ist, sagen wir mal, zum Kotzen. Esst doch Mandarinen! Leise, gesund und riechen gut.

– bitte werfen Sie ihre Reste aus den papierkorbgrossen Popcornbechern nicht auf den Boden. Oder machen Sie das zu Hause auch? Ich habe letztes Mal auf einer Mülltüte gesessen, weil Sie alles mit Cola und Co. verklebt haben.

– neonblasse, gleißende buchgroße Handy Displays finde ich jetzt auch nicht so toll.

–  Ihre ach so tollen schmutzigen Dorfdiskostiefel (auf die Sie sicher sehr stolz sind) haben auf der Kopflehne vor Ihnen nichts zu suchen. Echt jetzt.

– übrigens, ständige starke Tritte in die Rückenlehne, die auch nach mehrmaliger freundlicher Abmahnung nicht aufhören, werden allein durch die Tatsache, dass sie mit den neuesten pimp Lederschuhen ausgeführt werden, nicht angenehmer. (Schöne Grüße an  den ArschRüpel hinter mir!)

–  um den ewigen Armlehnenkampf müssen wir erst gar nicht sprechen.

Am besten Sie gehen gar nicht ins Kino.Sie haben doch bestimmt einen Beamer zu Hause? Oder?  Dann ist mehr Platz für mich. Danke.

Lassen wir das

Freitag Abend. Scheiß erfolgreicher Arbeitstag. Danach beim Friseur. Viel Geld und zwei  Stunden entspanntes genervtes Sitzen für eine Frisur, von der hinterher jeder sagt: „Wie, du warst beim Friseur? Sieht man gar nicht! „. Es regnet und stürmt. Ich werde nass. Meine Haare.., ach lassen wir das. Ich muss noch einkaufen. Es ist voll bei Edeka. Vor mir an der Kasse eine Riesenschlange (bestimmt drei Leute).Plötzlich umarmt mich jemand von hinten. Eine alte Schulfreundin mit ihrer Mutter. Die Mutter erkennt mich nicht mehr. Ihr Blick streift über meine Figur.  In dem Anorak sehe ich  immer aus wie zwei Öltanks. Ohne den wahrscheinlich auch. Ernährungsumstellung im neuen Jahr…., ach lassen wir das. Ich habe Hunger. Das Essen in der neuen Cafeteria ist Catering vom übelsten. Kochen heute Abend? Ach, lassen wir das.

Ich gehe zum „Schwarzen Meer “ dem türkischen Spezialitätenlokal Dönerladen schräg gegenüber. Großer oder kleiner Döner?  Dem Hunger nach einen großen. Mein Blick fällt in den silbernen Spiegel, der an der Wand hängt. Wer von euch  Flachpfeifen ist auf die Idee gekommen, einen Spiegel direkt neben eine Dönertheke zu hängen??? Hat euch bestimmt irgendein „Innenarchitekt“ (der gerade mal einen Ikea Katalog halten kann) geraten. Damit der Raum „größer“ erscheint. Das einzige, was darin groß aussieht ist…., ach lassen wir das.

Döner, klein bitte. Ohne scharf. Danke.

 

Woche 50

Gesehen: Ich habe einen neuen Fernseher, Samsung curve, Frustkauf. Jawoll. Und gucke mich knubbelig. Er hat einen Fußballmodus. Wenn ich den einschalte, ist der Rasen viel grüner und das Fangeschreie viel lauter. Das wird eine Liebe auf Lebenszeit.

Gelesen: Ja, Mühlenschweigen, war ganz okay.

Gearbeitet: Ja. Muss ja Geld verdienen. Für den Samsung und so.

Gesäubert: Die Sprüharme von meiner Geschirrspülmaschine.

Gedacht: Ein Fernseher kann nicht groß genug sein.

Geschlafen: Ja, war okay.

Geturnt: Auf dem Sportplatz im Kreis gelaufen und fast in einer Pfütze ertrunken.

Genervt: Jaaaaa!! Alles doof auf Arbeit (so sagt man hier im Ruhrgebiet, auf Arbeit)

Getrunken: Rumtopf von meiner Mama. Herrlich. Flüssiges Seelenpflaster.

Gewesen: O´reillys in Düsseldorf. Netter Kellner aus Australien, mit einem Piercing in der Nase, das ich fast für was Unhygienisches gehalten habe. Wollte ihm schon ein Tempo geben.

Gewundert: Überall wo ich wohne, gibt es Baustellen.

Gelernt: Nichts ist für die Ewigkeit.

 

 

Unterschreibtmal- Krieg in Europa?

In der Zeit haben  60 Persönlichkeiten einen Aufruf an die Medien gerichtet, über den Ukraine Russlandkonflikt seriös und unparteiisch zu berichten. Gleichzeitig wird an die Bundesregierung appelliert die Verantwortung für den Frieden in Europa zu übernehmen.
Unterzeichnet haben auch viele CDU und SPD Politiker unterzeichnet, die nicht als Putin-Versteher abqualifiziert werden können:

Roman Herzog, Dr. Manfred Stolpe, Eberhard Diepgen, Dr. Klaus von Dohnanyi, Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, Dr. Hans-Jochen Vogel…

„Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“

Roman Herzog, Antje Vollmer, Wim Wenders, und viele weitere fordern in einem Appell zum Dialog mit Russland auf. ZEIT ONLINE dokumentiert den Aufruf.

Mehr als 60 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien warnen in einem Aufruf eindringlich vor einem Krieg mit Russland und fordern eine neue Entspannungspolitik für Europa. Ihren Appell richten sie an die Bundesregierung, die Bundestagsabgeordneten und die Medien.

Initiiert wurde der Aufruf vom früheren Kanzlerberater Horst Teltschik (CDU), dem ehemaligen Verteidigungsstaatssekretär Walther Stützle (SPD) und der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Grüne). „Uns geht es um ein politisches Signal, dass die berechtigte Kritik an der russischen Ukraine-Politik nicht dazu führt, dass die Fortschritte, die wir in den vergangenen 25 Jahren in den Beziehungen mit Russland erreicht haben, aufgekündigt werden“, sagt Teltschik zur Motivation für den Appell.

Unterzeichnet haben den Text unter anderem die ehemaligen Regierungschefs von Hamburg, Berlin und Brandenburg, Klaus von Dohnanyi, Eberhard Diepgen und Manfred Stolpe, der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel, Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder, Alt-Bundespräsident Roman Herzog und der Schauspieler Mario Adorf.

Der Aufruf im Wortlaut:

kann hier nachgelesen werden:

http://www.zeit.de/politik/2014-12/aufruf-russland-dialog

Ein weiterer Artikel ist hier zu finden

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43533/1.html

Natürlich von Ano. Danke schön!

Names and adresses

the-earth-isnt-dyingStimmt. Es ist keiner passiver Vorgang. Sondern: Aktive Brutalität. Und nicht nur gegen Vierbeiner. Immer und manchmal denke ich, als Bürger hat man zu zahlen, zu arbeiten und den Mund zu halten. Und uns den Gängelungen der politischen Machtpolitikerlobbyisten zu unterwerfen.  Aber wir nicken alles ab. Brav sein. Obwohl wir Namen und Adressen von allen Verantwortlichen haben.

Memo: Demnächst kette ich mich aktiv an den Bundestag (oder wenigstens ans Essener Rathaus) an. Echt jetzt.

Bild geklaut bei Todamax. Danke schön!