Barbara Schulte

„Der Personalstreit im Klinikum Essen an der Hufelandstraße dauert an. Das Landgericht Essen erklärte jetzt die Kündigung der früheren kaufmännischen Direktorin Barbara Schulte im Mai 2013  für unwirksam. 160 000 Euro soll das Klinikum zahlen, was einem halben Jahresgehalt entspricht.“

Nur mal kurz zum Nachrechnen: Frau Schulte hatte ein Jahresgehalt von 320.000 Euro. In Worten: Dreihundertzwanzigtausend.

Mit welcher Begründung? Hat sie Menschenleben gerettet? Hat sie schwierige OP´s geleistet? Herzen oder Nieren transplantiert? Gehirne operiert? Menschen den Hintern abgewischt?  Kotze beseitigt? Menschen gepflegt? Menschen beim Sterben begleitet? Menschen reanimiert? Zwei Tage nicht geschlafen? 12 Tage am Stück gearbeitet? Ein Chefarzt der Thoraxchirurgie bekommt nicht ein Drittel von Frau Schultes Gehalt, geschweige denn das Pflegepersonal und die Assistenzärzte.

Die schamlosen Tintenpisser sind die Leader. Und ich weiß nicht wieso.

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11 Antworten zu Barbara Schulte

  1. stellinchen schreibt:

    „Sie verdient aus gutem Grund so viel – sie trägt die volle unternehmerische Verantwortung“

    scheiße, falscher Zettel 😉

  2. Ano schreibt:

    Sie erhält aus gutem Grund ein vielfaches des Gehalts.
    Während der Praktiker den Tag damit verbringt, den Arbeitstag auf 14 Stunden auszudehnen, ein bisschen rumzuschnippeln, mit den Händen Patienten zu betreuen, könnte sie Zeit finden Fäden zu dicken Tauen in Seilschaften zu knüpfen, um die Karriere voranzutreiben.
    Während du auf Seminaren dich tatsächlich über neue Behandlungsmethoden fortbildest, könnte sie im Smalltalk während der Wellnessphase auf pharmafinanzierten Veranstaltungen ihren Marktwert steigern.
    Das ist natürlich nur reine Fiktion und betrifft nicht namentlich aufgeführte Personen.

  3. Ano schreibt:

    Es läuft nur inzwischen so viel falsch, ich könnte jede Stunde eine Rundmail senden,

    Nach dem 2. Weltkrieg gab es 5 Fehlentwickelungen (und noch viele mehr):
    – die Erfindung des Berufspolitikers (anfänglich noch in der Arbeitswelt verwachsen, inzwischen überwiegend Bezug verloren und keine Ahnung mehr; aber dick auftreten)
    – der Fraktionszwang (von der Demokratie in die Frakokratur ohne eigenes Gewissen)
    – der Mananger (keine Ahnung von der Praxis und noch wichtiger, nicht nur keine Haftung bei Fehlern, sondern auch noch der Hauptgewinn: Geld gegen arbeitsfreie Zeit)
    – die Entwicklung des Beamtentums (würde man hier nur eine geringe Mithaftung einführen 10-50% vom Jahresgehalt, hätte es Stuttgart 21, Elbphilharmoinie, BER, Dortmunder-U, Zockerei mit Bürgereigentum nicht gegeben; gilt auch für Politiker)
    – ich bin der Stärkere, ich zocke alle ab (Abmahnwesen, Apple & Co,, Juristen und Ärzte die statt helfenden Händen einen Piratenhaken aus $-Zeichen haben, Steuerflüchtlinge, die in D ihr Geld verdienen, und und und……………………………………………

  4. Ano schreibt:

    Verbeugung, Handkuss, Danke

    „fishing for compliments“ nur deswegen poste ich hier. 😀

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