Tag 1

nach Urlaub. Und wie in jedem Jahr nach dem Urlaub:

Ich gammel ziellos rum. Mein silberner treuer Koffer mit abgewetztem Leukosilk am Griff steht beleidigt in der Ecke und wartet darauf, dass ich ihn endlich auspacke.  Er will auch mal Urlaub haben. Im Wohnzimmer stehen noch die Geschenke von meinem Geburtstag, die Cocktailkarte klebt noch an der Tür. Den  vollen Aschenbecher habe ich  vergessen zu leeren.  Mein Garten ist explodiert, leider nur das Unkraut. Die Pfingstrosen kriechen langsam nur raus. Beeilt Euch mal, Pfingsten ist schon lange vorbei.  Die Cappuchinokatze ist schon wach und patrouilliert.

Ich kaue auf gesundem Vollkornbrot einem alten Pizzabrötchen, dass ich noch gefunden haben. Und ich vermisse mein Hotelrührei und die frische Brötchen, Honig, Kaffee, Schwimmen, in der Sonne liegen, schlafen, lesen. Auf meinem Tisch liegt ein Buch „Fit ohne Geräte“. Ich blättere es durch.  Und mache es schnell wieder zu, als ich Schwarz Weiß Fotos von einem durchtrainiertem Ex Marine Soldat sehe, der lächelnd Klimmzüge an seiner Wohnzimmertür macht.

Aus dem Radio der Wetterbericht für heute: Der Tag bleibt trocken und es gibt häufig Sonne.  Das klingt schon besser.

Und bevor ich endlich meinen Koffer auspacke, spielen sie jetzt Big jet plane. Ich setze mich wieder hin. Mein Koffer spricht jetzt nie mehr mit mir.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Alltag!, Wühltisch! veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Tag 1

  1. David schreibt:

    One, two, three, four, I love the Marine Corps! 🙂

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