Malreinhören- Sounds from beneath


Mikhail Karakis, ein britisch-griechischer Künstler hat zusammen mit dem Künstler Uriel Orlow und einem britischen Zechenchor eine ungewöhnliche audio-visuelle Installation produziert: Sounds von Beneath.
Eine stillgelegte Zeche in East Kent, einst mit Arbeitern, Maschinen und Alltagslärm besiedelt, verwandelt sich durch den Chor mit teils bedrohlichen Tönen von Zügen, Hackgeräuschen, Explosionen und Maschinentönen wieder in den alten Ort zurück. Was für ein zehrendes, anstrengendes Leben.
Da kann ich den Bergarbeitern nur Glück auf wünschen!

Nichtreingehen – Prometheus

Das ist mit Abstand der ärgerlichste Film dieses Jahres. Das Prequel von Alien. 17 Wissenschaftler mit einem gemeinsamen IQ von 90 fliegen mit dem Forschungsschiff Prometheus um die Konstrukteure der Menschheit zu finden. Nicht wissend, das gerade diese die Menschheit wieder ausrotten wollen.
Das Drehbuch ist voller Unstimmigkeiten und schwarzer Logiklöcher, die mir Gänsehaut bereitet haben. Die philosophischen Beiträge sind nur angeschnitten und taugen bestenfalls für ein Kinderbuch. Der Film ist leider ein maues Popcorn-Kino geworden, das durch den Mischmasch aus Anspruch, Horror und Charakterspiel auf keiner Ebene funktioniert. Besonders lachhaft die Szene in der Noomi Rapace sich durch einen OP Roboter von ihrem Alien Fetus befreien lässt. Eine Minute nach der OP ist sie natürlich wieder kampfbereit. Auch schleppt die Crew völlig angstbefreit einen Alien Kopf mit ins Raumschiff, typisch Amis, können von nichts die Finger lassen! Und wie kann man den 45 jährigen Guy Pearce nur auf einen 90 jährigen Mann schminken? Da geht die goldene Himbeere diesmal glatt an den Maskenbildner.
Einzig und allein die CGI-Effekte setzen neue Maßstäbe.
Michael Fassbender als Android David und Charlize Theron sind die menschlichen Lichtblicke.
Ach Ridley Scott, was hätte man aus diesem Film machen können mit einem gescheiten Drehbuch…

Michael Fassbender