Alltagsscherzo

Irgendwie hat mich über Nacht ein Virus befallen. Aufgewacht bin ich mit hämmernden Kopfschmerzen, Husten und Allestutwehgefühl. AAArgghh und das an einem Montag, wo immer soviel zu tun ist auf der Arbeit.
Alleine krank sein ist seltsam. Ich höre Geräusche im Haus, die ich sonst nie mitbekomme. Amseln, die sich heftig tschilpend um einen Wurm streiten. Die Handwerker von nebenan, die laut die Treppe hochpoltern. Der Nikotingeruch, der ins Schlafzimmer zieht, weil die blonde Sekretärin nur draußen rauchen darf.Bernies Gemurmel, der mit den Handwerkern spricht.Die Kinder, die auf dem Weg zur Schule durch unseren meinen Garten fahren. Die nette Postbotin, die klappernd die Post in  den Briefkasten wirft. Wiebke von nebenan, die mal wieder nicht in die  Schule möchte und laut protestiert. Die Kaninchen, die in ihren Käfigen rumoren. Lieferwagen, die laut brummend vorbeifahren. Das Tippern von DerdessenNamennichtgenanntwerdendarfeinfachgegangenundnichtmehrwiedergekommen auf der Tastatur und das Tapsen von Frodos Pfoten auf den Treppenstufen höre ich jetzt nicht mehr.

Na ja, morgen werden meine Geräusche wieder das Hupen der Autos auf der A40, das Piepsen meines Funks, der Schrillen der Monitore und das laute Schreien des Patienten auf Zimmer drei sein.

Foto von Eva Freude, Thx!

God of Popski-die Popolskis

Wir waren gestern im ZAKK bei den Popolskis, „die der den Pop erfunden haben“.

Der Weg zum ZAKK  nach Düsseldorf war herzschmerzig. Alte Wege, die ich jetzt ohne DerdessenNamennichtgenanntwerdendaraufeinmalausmeinemLebenverschwunden fahre. Links die Eissporthalle und der Baumarkt, wo wir mal einen Kugelgrill gekauft haben,  rechts der Düsselstrand, wo wir „ja immer mal hinwollten“.

Im ZAKK angekommen war das mulmige Gefühl verschwunden

Wir standen direkt vor der Bühne, vor dem goldenen Schlagzeug! Neben uns eine Hardcore Fangruppe, die alle Texte konnten und auch den polnischen Trinkspruch aus dem Effeff.

Wer die Popolskis nicht kennt: beige Pullunder, Schlaghosen, großkarierte Jackets, sexy rothaarige Dorrrrrrota, die Männer nach ihrem Bausparvertrag beurteilt. Dazu gute live Musik mit eingepolnischten Popsongs.

Und nicht zu vergessen der WÜV (Wodkaüberwachungsverein), der kontrolliert, ob man alle zwanzig Minuten einen Wodka trinkt und das Glas hinter sich wirft.

Tolles Publikum, danke an die beiden hinter uns für die gefüllten Wodkapinnchen! Und ich habe zwei drumsticks geschenkt bekommen 🙂

Anschließend noch  Bierchen in der lackroten ZAKK Kneipe und der Abend war Seelenfutter.

Na zdrowie!
        Geniale Fotos von Moniodonata, thx!!!!

?%&§$$ Montag!

Manchmal ist ja wirklich der Wurm drin. Es regnet, es ist dunkel, ich muß tanken, die A 40 ist vollvollvoll. Die Frühbesprechung in dem stickigem Demoraum (vor uns sind die Chirurgen drin und die scheinen ja ohne Sauerstoff auszukommen) dauert mal wieder eeeeewig.
Kein Kaffee, knatschige Patienten, seltsame Angehörige. Am Freitag erst habe ich ausführlich mit einem Sohn gesprochen, heute meinte er sich daran nicht erinnern zu können, ja klar, Blitzdemenz, harhar.
Dann noch diverse mails mit DerdessenNamennichtgenanntwerdendarfmitfrodogassigegangenundseitdemnichtwiedergekommen.
Mir reicht es. Hoffentlich wird der Rest der Woche besser, was steht denn noch an? Kosmetiktermin, neue Möbel und die Popolskis, das sollte als Trostpflaster reichen! Und gerade in der Pause kommt meine Sekretärin rein und bringt mir ein Stück Erdbeerkuchen mit Marzipan. Alles gut.

Sonntagshosen

Sonntag ist ja nicht mein Tag, viel zu ruhig und es riecht nach Braten.

Egal, ich ziehe meine Laufschuhe an und dann geht es los.

Mein Lauflied dazu von den Toten Hosen, es ist einfach genial! Ich muß nur aufpassen, dass ich nicht zu schnell laufe… Nach den Hosen kommt natürlich Rocky Balboa. Obwohl der beste Soundmaster die Natur und der Rhythmus meiner Schuhe ist.