Waschlappen

Heute beim Friseur meines Vertrauens:
Neben mir ein Mann, Schalke Fan und Autobastler, der neben einer 4 mm Frisur noch eine Rasur bekam.
Danach bekommt man heiße feuchte kleine Handtücher gereicht.
Der Friseur meines Vertrauens rief nach seinem Azubi:  „Susann, bitte eine Kompresse!
Der Schalke Fan: „Wat is denn ne Kompresse?
Friseur:“ Na, ein warmes feuchtes Handtuch.“
Susann kam mit der Kompresse.
Schalke: „Hhhmm, ach Du meinst nen Waschlappen???
Friseur: „Ja, so ähnlich.
Schalke: „Ja, dann sach dat doch, wir sind hier im Ruhrgebiet!!“

Genau! Klipp und klar und nicht groß rumreden.

   Foto von famgo, thx!

 

 

Und welches Lied verkörpert das Ruhrgebiet besser als „Bochum“? Du bist keine Weltstadt, vor Arbeit ganz grau, hier wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld. Wer wohnt schon in Düsseldorf?

 


 

Stadt, Land,Tod am Niederrhein

Meine Füße und auch mein Herz gehören ins Ruhrgebiet. Beruflich bin ich mit dem Kopf am Niederrhein zu Hause.
Am Niederrhein ist es platt, gut fürs Radfahren und ruhig. Auch Samstags kann ich um 12 Uhr dort noch einkaufen, ohne niedergetrampelt zu werden. Der Niederrhein, ob rechts- oder linksrheinisch hat Atmosphäre. Links- oder rechtsrheinisch ist hier übrigens immer ein großes Thema. Es soll Niederrheiner geben, die noch nie über die Rheinbrücke gekommen sind!

Es gibt hier allerdings nicht nur Spargel aus Walbeck oder Bier aus Issum, sondern auch entspannende Kurzurlaube lassen sich hier verleben.

Angekommen im Hotel gab es zur Stärkung erstmal eine leckere frische Waffel mit heißen Kirschen.
Danach ein Gläschen Sekt und der Urlaub konnte starten.

Ein stimmungsvoller Nebeltag war dabei, den man vom warmen Panoramapool aus genießen konnte.

Abends saß eine nette Mädeltruppe neben uns, die uns beibrachte „Stadt, Land, Tod“ zu spielen.
„Stadt, Land, Tod“ ist die blutrünstige Version von „Stadt, Land, Fluss“, sehr cool und witzig!
Heraus kamen dabei so Sätze wie: „Der zornige Zahnarzt bohrte mit dem Zahnbohrer ein riesiges Loch in den Kopf des Zahnarztpatienten und entkam dann mit der Zahnradbahn.

Nach einigen Caipirinhas, die der sportliche schöne Sascha sicher, schnell und stark mixte, fiel unsnochvielmehrein ;-).  Auf das nächste Mal!   

Tintin

Hach, mein neuer Tim und Struppi Kalender für 2012 ist da.

Ich habe Tim und Struppi schon als Kind geliebt. Und ich hatte alle Hefte! Wirklich alle.

Besonders die Farben fand ich faszinierend. Vorne gab es ja immer ein Seite mit Portraits, die habe ich immer mit meinen knallbunten Filzstiften ausgemalt.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf 2012!

                 

Grüne Kühe und Jasmintee

Freies Wochenende!! Endlich!

Zuerst ging zu Ikea oder wie der Ruhrpöttler sagt nach Ikea. Leider sahen die gestreiften  Küchenstühle, die ich mir ausgeguckt hatte, in live wie alte Herrenschlafanzüge aus. Aaargh!  Dafür gab es als Ausgleich  ein Bild mit einer grünen seelenvoll blickenden Kuh…Die Kuh wird jetzt mit ihren großen  bewimperten Augen auf meinen Eßtisch schauen (falls ich den Nagel in diesem Leben noch  in die Wand bekomme)!

Abends war dann wieder Seelenfutterabend angesagt. Die Wahl fiel auf den Chinagarden an der Aktienstraße in Mülheim a.d. Ruhr. Dort mussten wir  den Teller mit Wäscheklammern beschriften, nettes System.

Sehr empfehlenswert  die himmlische Ingwersoße. Als Nachtisch Lychees und knallgrüner Wackelpudding ;-).

Neben uns saß eine russische Großfamilie, die Geburtstag feierte.  Im akustischen Mittelpunkt eine mittelaltrige dominante Blondine  mit einer Tonhöhe wie ein Maschinengewehr. Nach zwei Flaschen  Wodka wurde auch noch eine  blaue Gitarre ausgepackt und live gesungen.

Gott sei Dank übernahm den Part ein blasser braunäugiger Mann mit einem tollen Timbre,  der russische melancholische  Lieder intonierte,  herzschmerzig, hach, schön.

Zum Abschied  gab es  noch heißen  Jasmintee.

Freunde, Musik und  heißer Tee waren an diesem Abend eine perfekte Seelenmischung.

?%&§$$ Montag!

Manchmal ist ja wirklich der Wurm drin. Es regnet, es ist dunkel, ich muß tanken, die A 40 ist vollvollvoll. Die Frühbesprechung in dem stickigem Demoraum (vor uns sind die Chirurgen drin und die scheinen ja ohne Sauerstoff auszukommen) dauert mal wieder eeeeewig.
Kein Kaffee, knatschige Patienten, seltsame Angehörige. Am Freitag erst habe ich ausführlich mit einem Sohn gesprochen, heute meinte er sich daran nicht erinnern zu können, ja klar, Blitzdemenz, harhar.
Dann noch diverse mails mit DerdessenNamennichtgenanntwerdendarfmitfrodogassigegangenundseitdemnichtwiedergekommen.
Mir reicht es. Hoffentlich wird der Rest der Woche besser, was steht denn noch an? Kosmetiktermin, neue Möbel und die Popolskis, das sollte als Trostpflaster reichen! Und gerade in der Pause kommt meine Sekretärin rein und bringt mir ein Stück Erdbeerkuchen mit Marzipan. Alles gut.

Sonntagshosen

Sonntag ist ja nicht mein Tag, viel zu ruhig und es riecht nach Braten.

Egal, ich ziehe meine Laufschuhe an und dann geht es los.

Mein Lauflied dazu von den Toten Hosen, es ist einfach genial! Ich muß nur aufpassen, dass ich nicht zu schnell laufe… Nach den Hosen kommt natürlich Rocky Balboa. Obwohl der beste Soundmaster die Natur und der Rhythmus meiner Schuhe ist.

Alles gut

„Alles gut“ ist mein Lebensmotto und Lebensmantra.
„Alles gut“ ist der Satz, an dem ich mich hochziehe, auch und wenn gerade nicht alles gut ist.
Alles gut, wenn ich die dritte OP hinter mich gebracht habe.
Alles gut, wenn die langjährige Beziehung einfach so zerbricht.
Alles gut, wenn jemand stirbt.
Alles gut,wenn ich Freunde nicht mehr wiedersehe.
Alles gut, wenn ich wieder umziehe.
Alles gut, wenn ich um Haaresbreite einen Verkehrsunfall unbeschadet überstehe.
Alles gut, weil ich nur dieses eine Leben habe und schon so weit gekommen bin.
Alles gut, auch wenn es nicht gut ist, denn irgendwann wird es wieder gut.

  Foto: tobi_digital, thx!!!!!