Unworte

… dieser Woche:

  • Vermutlich
  • Rätselraten
  • Offenbar
  • Spekulation
  • Newsticker
  • R.I.P.
  • Gerüchte

und der Gewinner ist:

    • Journalistischer Ehrencodex

Der beste Beitrag hier vom „Postillon“:  Sensationsreporter

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9 Antworten zu Unworte

  1. Ano schreibt:

    „Der Postilion“ hat es mal wieder auf den Punkt gebracht.

    Interessant ist auch in immer wiederkehrender Regelmäßigkeit die aufopfernde Selbstanal-yse des Qualitätsjournalismus beim WDR.
    Nachdem man bei solchen Großkatastrophen bereits am Unglückstag durch Ex-perten den Hergang des Geschehens in allen Einzelheiten erklärt und am nächsten Tag mitteilt, warum es doch anders war natürlich wieder in allen Einzelheiten, gibt es 3-4 Tage später eine Zuhörerbefragung mit dem Titeil „Haben Journalisten überreagiert?“ oder so ähnlich. Es meldet sich eine Unzahl von Zuschauern, die darauf Hinweisen, dass auch und insbesondere die abgabenfinanzierten ÖR mehr Sorgfalt und weniger Effekthascherei an den Tag legen sollten als geschehen. Danach erklärt dann ein Ressortleiter man habe aber auch eine Informationspflicht gegenüber den Gebührenzahlern, um dann reumütig zu erklären, dass man vielleicht doch ein bisschen überreagiert habe und man Besserung verspricht, zumindest bis zum nächsten Unglück. Beim nächsten mal wiederholt sich dann alles wieder.

    Ich finde den Begriff Lügenpresse gar nicht so verkehrt.

    Gibt es mal kein Unglück, dass breit getreten werden kann, dann kramt man Erinnerungstage über Ereignisse von vor 5, 10, 20 Jahren oder weil nichts anderes da ist von 2 Jahren 3 Monaten und 2 Tagen hervor. Gegen Gedenken an Jahrestage ist nichts einzuwenden, aber man muss diese dann nicht mit altem reißerischem Filmmaterial von damals unterlegen.um Quote zu machen.
    Dieses Verständnis von Presse ist Mitschuld an Unfallgaffern etc.

  2. germanginge schreibt:

    Today’s newspaper, tomorrow’s chip paper.

  3. riolit schreibt:

    Untaten der Woche:

    Schule in Haltern belagern und Trauernden Mikro ins Gesicht dr

    Elternhaus des Selbstmörders mitsamt Adresse und Abbildung g auf Google maps bekannt geben, alle Nachbarn befragen

    Entsetzen bekunden mit den Worten „Oh Mann, meine Term sind vor dreieinhalb Jahren auch mal mit Germanwings geflogen“

    Kotz.

  4. Ano schreibt:

    RTL setzt dem ganzen heute noch die Krone auf. Ich musste gerade bei meinem Vater die Programme am TV neu einlesen, da lief eine Ankündigung für die Informationssendung „NAME, der Todespilot“ alles über seine Krankheit, seine Ausraster, sein Leben.

    (Jetzt muss ich erst einmal das wegwischen, das ich noch beim Schreiben meines Posts erbrochen habe.)

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