Gelernt

Was  habe ich den letzten Wochen gelernt?

1. wenn die A 40 gesperrt ist, ist es nicht das Ende der Welt.

2. rote Stockrosen sind Klasse.

3. der Auesee in Wesel ist 100000 mal schöner als der blöde Baldeneysee in Essen, dasihresnurwisst!

4. Pizzeria romantica in Essen-Steele macht lecker indisch Essen.

5. das Namaste in Voerde kann aber auch was.

6. es gibt charmante rothaarige Engländer, bei denen nicht jedes zweite Wort „fuck you“ ist. Und die mir jede Woche Rosen schenken.

7. ich gebe keinen Cent mehr auf meine Menschenkenntnis.

8. es gibt doch noch den Sommer und ich kann pinke Sandalen tragen.

9. blaue OP Klamotten stehen mir besser als weiße Arztkittel und sind nicht so warm.

10. ich kann mit meinem Trainer stockfechten und ich gewinne (na ja, nicht immer, nein eigentlich nie…)

11. alles wird gut (aber das wusste ich vorher schon). Das gildetnich! 😉

TGIF!

Genau, geschafft! Eine Woche voller neuer Wege geschafft, Ziele klargemacht, mich geärgert, mich gefreut, Sport gemacht, viel gelacht, tolle Musik gehört,Umzug eingestielt, Sonne im Gesicht, auf der Arbeit geschwitzt, am Auesee geschwitzt, Menschen qualvoll sterben sehen, Menschen gerettet, neue  Menschen kennengelernt, Menschen von neuen Seiten kennengelernt, an Blumen gerochen, viele Schafe am See gesehen, eine silberne Shisha am See gesehen,  zwei neue Halsketten gekauft, einen neuen Lippenstift, draußen gesessen,  indisch  gegessen, nix gegessen, Badminton gespielt, Frisbee gespielt. TGIF! 😉

Malhingehen – Die Bullerei – Hamburg

Die Bullerei im Schanzenviertel in Hamburg, das Restaurant von Küchenbulle Tim Mälzer, das sollte es diesmal sein.
Das Schanzenviertel alleine ist schon inputinput, lebendig, quirlig.
Mittendrin gelegen die Bullerei. Sie besteht aus verschiedenen Bereichen. Draußen kann man an großen Holztischen sitzen und essen, innen geht es etwas schicker zu.
Das ehemalige Schlachthaus wurde von Mälzer renoviert, umgebaut und als Szene-Restaurant etabliert. Das Ganze ist gelungen und wirkt sehr entspannt. Nicht zu snobisch, nicht zu rustikal.

Extrem gute hörbare Musik, das alleine war uns schon einen Besuch Wert!
In einem Kühlraum mit Scheibe kann man sich das Fleisch, was später auf deinem Teller liegt, schon mal angucken. Dies wirkte für mich als Ärztin ein bisschen wie in der Pathologie (jaja, immer mit dem Kopf im Beruf, grummel)…
Zum Essen hatten wir zwei Stunden Zeit, darüber wurden wir vorher auch informiert. Reichte aber auch vollkommen aus.
Das übliche Brot war hier frisch gebacken und wurde in einer Papiertüte serviert. Das Servicepersonal war extrem jung, professionell, teils etwas aufgesetzt. Leider nicht professionell genug um die Lippenstiftreste am „frischen“ Weinglas zu sehen *hüstel*… Wirwollenmalnichtsosein…

Der Wein war für den Preis okay, mußichjetztabernichtnochmaltrinken. Lieber ein kaltes Pils! Die Karte ist überschaubar, sehr gut, keine 326 Gerichte aus 254 Ländern.
Bei Mälzer essen fast alle Steak, das ist absolut gut gelungen, schlicht serviert mit Maiskolben und diversen Saucen, empfehlenswert!
Natürlich haben wir den ganzen Abend nach Tim in der offenen Küche gesucht, ihn aber nicht gefunden
Zum Schluss noch diverse Mojitos im 20 up, einer Bar im 20. Stock an den Landungsbrücken mit phänomenalem Ausblick auf den Hamburger Hafen im Sonnenuntergang.
Bullenfutter ist Seelenfutter meine Lieben! Hingehen!

Machmallauter – Asaf Avidan – One day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)

Der Berliner DJ Jacob Dilßner aka Wankelmut war so sehr vom „Reckoning Song“ des israelischen Sängers Asaf Avidan begeistert, dass er sich  dazu entschloss, einen Remix anzufertigen. Wankelmut legt gerne Musik auf, die nicht gerade mainstream ist.

Und er hat es geschafft, diese Stimme und der Rhythmus geht mir nicht mehr aus dem Kopf und aus dem Herz.

Malhingehen – Glückauf Kino

Das Glückauf Kino in Essen, direkt am Anfang der Rüttenscheider Strasse (von den arroganten Rüttenscheidern auch kurz „Rü“ genannt) ist momentan mein Wohlfühlkino.

Weit ab von klebrigen, übelriechenden Käse Nacho Multiplex Kinos  findet man hier keine Tonnen von verstreuten Popcorn im Kinosaal.

Stattdessen ein kleines, im Stil der 50er Jahre renoviertes Programmkino mit roten etwas harten Holzklappsesseln, Tütenlampen,Nierentischen, roten Ledersofas, witzigen Filmplakaten  und originalgroßen matt schwarzen Filmkameras.

Vorher kann man in der Foyer Bar einen Milchkaffee oder ein kaltes Pils trinken. Wer möchte, auch ein Glas Wein. Keine nervige stundendauernde Reklame im Vorspann, und before the movie starts gibt es:

Eis! Undzwarwiefrüher…Eine nette Studentin mit Bauchladen, die Nogger, Magnum Mandel und Eiskonfekt im Angebot hat.

Lecker!

Und nach dem Film kann man anschließend gleich nach nebenan ins „Aldegheri“ stolpern und dort noch einen Absacker trinken.Mittendrin im Lokal ein alter gelber Fiat Cinquecento als Hingucker, auf dem Dach eine gestärkte weiße Tischedecke und silberne Kerzenleuchter.
Ein guter Start ins Wochenende!

Tim und Jan


Ein  Lied für meinen letzten Urlaubstag. Ruhiges und simples Lied von Tim McMorris,  seit dem letzten Besuch im Prinzknecht  (Berlin, Fuggerstrasse) krieg ich es mal wieder nicht aus der Hörrinde. Nette Stimme. In den Prinzknecht kann man übrigens auch sehr gut als Frau hingehen…
Wenn bloß dieses blöde Audiojungle nicht immer reinspielen würde. Aaarghh.

Als böser Kontrast dazu (damit ich mal wach werde) Jan Delay mit „Hamburg brennt“, Release heute. „Jede Nacht, jeden Tag auf der Jagd…;-).

Wie blöd

ist das denn???  Ich sah gerade Bilder des Berliner  Neurologen Einhäupl, der Julia Timoschenko untersuchte. Deutschland läßt sich mal wieder aufs Pferd setzen um der „rückenkranken“ Märtyrin Timoschenko aus der Ukraine prompt beizuspringen.

Liebe Leute, hat sich mal jemand die Vita der blonden aber nicht blöden Zöpfchen Dame durchgelesen?  Timoschenko ist  in „einfachen“ Verhältnissen aufgewachsen.

1991 wurde mit Hilfe eigenen und elterlichen (einfache Verhältnisse, jaja, wer es glaubt….) Kapitals die Firma Ukrajinskyj bensin (Український бензин) gegründet, deren Schwerpunkt auf Erdölprodukten lag. Timoschenko war Direktorin des Unternehmens. 1992 war die Aktiengesellschaft Monopolist auf dem Gebiet landwirtschaftlich genutzter Erdölprodukte.

Von 1995 bis 1997 war sie Chefin des Energiekonzerns EESU (Vereinte Energiesysteme der Ukraine). Gemeinsam mit ihrem Mann betrieb sie das Unternehmen mit guten Beziehungen zu Russland. Das Vermögen wurde 2007 auf mehrere Hundert Millionen Dollar geschätzt.

Mit ihrem Mitkämpfer Juschtschenko verstritt sie sich rasch. Der erste klar pro-westliche Staatspräsident der Ukraine entließ die „eiserne Julia“ bereits nach kurzer Zeit. Später verbanden sich sowohl Juschtschenko als auch Timoschenko mit den einstigen Feinden der Orangenen Revolution, wann immer es für sie politisch opportun war.  Juschtschenko sagte vor dem Petschersker Bezirksgericht gegen seine einstige Mitstreiterin als Zeuge aus. Timoschenko schaute ihn damals von der Anklagebank aus nicht einmal an. Sie behandelte den einstigen Freund aus Revolutionstagen abschätzig.

Timoschenko koaliert, mit wem es ihr gerade opportun erscheint.Und wechselt Frisur und Klamotte, wie es gerade passt und  Deutschland läßt sich mal wieder instrumentalisieren!

Dem CopyPasta Journalismus fällt natürlich nur dazu ein zum Fußball Boykott aufzurufen….

Die Partei – Erdbeereis für alle!

Endlich weiß ich, wen ich am 13.5. wähle! Und zwar „Die Partei“. In Essen gibt es jetzt Wahlplakate mit dem Motto „Erdbeereis für alle“.
„Die Partei“ mit dem NRW Spitzenkandidaten Mark Benecke (der Kriminalbiologe und Käfermediziner) und seiner Begleitung Natascha verspricht allen alles! Ehrensold für alle und Düsseldorf wird eingemauert. Und das bißchen Haushalt sei kein Problem. Wähle ich doch glatt.  Der Parteivorsitzende Sonneborn hat zudem schon in der Vergangenheit versprochen : „Wenn wir die Wahl verlieren, dann verlassen wir sofort das Land. Für 19,99 Euro.“

Ein kleiner Auszug aus dem Wahlkampfprogramm:
– Diskussion mit WählerInnen: “Trinker fragen, Politiker antworten”
– Der Vorsitzende lässt sich das Logo der PARTEI live tätowieren
– Koalitionsverhandlungen mit anderen großen Parteien (yep!)
– Versprechungen an WählerInnen, Verschenken von Glasperlen etc.
– Absingen der PARTEI-Hymne “Die PARTEI hat immer recht”

Das ist doch mal ein Wort! 😉