Schneller Montag wie hier bei den Editors. Schnell zur Arbeit. Schnelle Reanimation. Schnelle Konsile. Schnelles Mittagessen. Schnelle Diagnosen, schnelle Therapien. Schnell Vortrag vorbereiten. Schnell Sport. Schnell nach Hause fahren. Schnell duschen. Schnell auf die Couch. Schnell runterfahren. Schnell essen. Schnell bloggen. Schnell schlafen gehen. Schnell wieder aufstehen. Schnellschnellschnell. Grundtempo.
Kategorie: Alltag!
Machmallauter – Grouplove „Tongue Tied“
Weil ja bald schon Wochenende ist! Und ich schaffe es endlich, vimeo Videos einzubetten (man muß nur die Hälfte vom code rauswerfen und „schon“ geht es…). 😉
02327
Heute wendete ein riesiger LKW vor mir auf der Krayer Straße. Bei dem lahmarschigen zeitraubenden Rangieren konnte ich mir in aller Ruhe die LKW Plane durchlesen. Darauf gedruckt eine Telefonnummer mit der Vorwahl 02327 (steht für Bochum Wattenscheid, kurz auch Wattsche genannt).
Sofort hatte ich meinen ersten Tag im ML Krankenhaus vor Augen. Dort habe ich mein psychiatrisches Jahr absolviert. Es ist eine eher „weiche“ Psychiatrie. Wir mußten damals keine Arztkittel tragen. Praktisch, weil ich ich nicht waschen und bügeln musste, schlecht wegen Kotze entzügiger Patienten auf meinen Hosen.
An meinem ersten Arbeitstag hatte ich auch noch kein Namensschild. Als Anfänger sollte ich auf der geschützten Station anfangen.
In Jeans und T-Shirt dort angekommen sprach mich sofort ein Patient an: „Bist Du neu hier?“
Ich : „Ja.“
Patient: „Auf welchem Zimmer liegst Du ?“
Ich: „Auf dem Arztzimmer.“
Der Patient guckte erst verschreckt, überlegte, grinste und dann mussten wir beide laut lachen.
Guter Start in 02327!
Nur mal so nebenbei
sollte man im Krankenhaus bitte keine Schuhe mit hohen Absätzen tragen!
Es ist schrecklich. Es ist laut. Es ist unerträglich.
Über mir trampelt eine Sekretärin mit high heels, so dass fast meine Bilder von Wand fallen.
Und auf dem Flur zieht gerade die Verwaltungskarawane absatzklappernd zum Essen, dass die Wände nur so wackeln. Man meint, es trabt eine Herde sauerländischer Paarhufer um die Ecke!
Und es fördert auch nicht meine Konzentration der EEG Befundung, wenn rotnasige Besucher mit komischen Hüten auf dem Kopf (bestimmt Mercedesfahrer) vor meiner Bürotür lauthals die Fußballergebnisse des Wochenendes diskutieren.
Silence, please! Dankt eine genervte Baera.
Bild: Jörg Dornblut, thx!
Eis
Eiskalte Tage und noch kältere Nächte. Gute Urlaubszeit.
Auch hier Eis in seiner schönsten Form: ob als gefrorener Teich oder als Eisscholle in meinem Mai Tai!
Hier mein Lieblingsrezept für meinMaiTai:
3 cl Weisser Rum
3 cl Brauner Rum
2 cl Triple Sec
2 cl Limettensirup
1 cl Mandelsirup
1 cl Limettensaft
3 cl Orangensaft
3 cl Ananassaft
Crushed Ice
Cocktailkirsche und frische Minze für die Garnitur
(Kirsche ist verzichtbar, der Rest nicht!) 😉
Bilder von EisBaera!
Machmallauter- Aufstehn
Ein bißchen Sommer in dieser eiskalten Zeit. Berlin, ick liebe Dir 😉
„Komm wach auf ich zähl bis 10
das Leben will einen ausgeb’n
und dass will ich seh’n
lass uns endlich rausgehn
das Radio aufdreh’n
das wird unser Tag
wenn wir endlich aufsteh’n“
Regrets of the dying
Die Palliativpflegerin und Krankenschwester Bronnie Ware hat ein Buch veröffentlicht. Hier beschreibt sie ihre Erfahrungen mit sterbenden Menschen. Viele von ihnen bedauern in den letzten Tagen Dinge, die in ihrem Leben grundlegend falsch gelaufen sind.
1. „I wish I’d had the courage to live a life true to myself, not the life others expected of me.“
Hhhhmm, mal überlegen. Nein, ich lebe mein eigenes Leben, welches auch sonst? Was „die Nachbarn denken“ hat mich noch nie interessiert und so bin auch erzogen worden. Ich mache den Beruf, den ich möchte, ich habe die Familie und Freunde, die ich liebe. Ich führe das Leben, das ich möchte. Fremdbestimmheit ist schrecklich für mich. Ich kann sicher von Glück sagen, dass ich in diesem Jahrhundert und in diesem Land lebe, wo das möglich ist.
2. „I wish I didn’t work so hard.“
Ich finde es wichtig eine Arbeit zu haben, die mich fordert. Nur auf dem Sofa zu hocken ist nichts für mich. Wieso auch nicht? Ich liebe Produktivität und was zu schaffen. Allerdings eine 70 Stunden Woche wie früher muss definitiv nicht sein. Ichglaubichwerdalt…
3. “ I wish I’d had the courage to express my feelings.“
Gefühle ausdrücken kann ich gut, kein Problem damit. Vor allen Dingen beim Autofahren!
4. „I wish I had stayed in touch with my friends.“
Manchmal schwierig, aber ich gebe mein Bestes. Ich gehe meine Kontaktliste auf meinem Handy durch und überlege, bei wem ich mich in diesem Monat noch nicht gemeldet habe. Das funktioniert ganz gut.
5. „I wish that I had let myself be happier.“
Gut, immer kann ich nicht glücklich sein. Es gibt viele äußere Faktoren, auf die ich keinen Einfluss habe (Krankheit etc.). Erfolg macht mich glücklich, meine bestfriendsandfamiliy machen mich glücklich, Musik macht mich glücklich, Liebe macht glücklich.
Ich denke und hoffe, dass ich auf meinem Sterbebett nicht ganz so viel bereue. ;-).
Dickes B
„Dickes B, home an der Spree,
im Sommer tust du gut und im Winter tut’s weh.“
Danke an Seeed für diese Zeilen. Genauso ist Berlin. Und im Winter tut es besonders weh! Am Brandenburger Tor hat es uns am Wochenende die Gesichtshaut abgefroren.
Berlin ist für mich input. Nur manchmal nervt das dicke B. Der häufigste Satz in Berlin ist: „Wenn wir uns beeilen, schaffen wir noch die U2 (alternativ U3,U5).“ Darauf folgt immer ein kurzer oder auch mal längerer Sprint zur U Bahn. Und in Berlin beeilen sich alle.
Der zweite Satz in Berlin: „Es ist gar nicht weit weg.“ Das heißt in Berlin: Zweimal U Bahn, einmal S Bahn und fünf Kilometer gerade aus und „schon“ ist man am angesagten Inder Mirchi angelangt. Aber dort kann man sich gut mit Mango Hähnchen stärken.
In Berlin lebe ich ganz anders als hier in Essen. Ich esse wenig, laufe viel, steige unzählige Treppenstufen rauf und runter und bin nicht vor drei Uhr nachts im Bett. Ich bekomme rote Rosen geschenkt, sehe die
Spree in der Nacht glitzern, laufe am Friedrichstadtpalast mit seinen Kirchenfenstern vorbei, trinke literweise Kaffee, lerne tolle Menschen kennen.
Auch faszinierend die Architektur in Berlin, im Hauseingang tolle Lampen und Schachtbrettfliesen, die ich liebe. Die Berliner Hinterhofatmosphäre tut ihr übriges dazu.

Auf dem Heimweg lasse ich die typischen Buchen- und Kieferwälder an mir vorbeiziehen und freue mich auf das nächste Mal.
Bilder von Berlinbaera 😉
Blinker
Blinken tut nicht weh! Glaubt es mir, ich mache es täglich!
Häufig stehe ich an einer Ausfahrt und warte auf die Autos, die an mir vorbei wollen – nur um festzustellen, dass sie ohne zu blinken vor mir abbiegen und ich längst hätte fahren können. Nach dem Motto: „Wohin ich fahre weiß ich und den Rest geht es nix an!“
Und es ist ein Gerücht, dass Autos, die neben Dir fahren, sich sofort in Luft auflösen wenn Du tatsächlich blinkst!
Blinken bedeutet nicht, dass Du deshalb Vorfahrt hast und sofort rüberziehen kannst! Ich liebe diese Überraschungseffekte. Die treiben endlich mal meinen Blutdruck nach oben.
Hier die Reaktion eines Autofahrers auf einen Blinkmuffel, der ihn mehrfach durch Nichtblinken in gefährliche Situationen gebracht hat.
An einer Ampel ist der Fahrer stocksauer ausgestiegen und hat dem Nichtblinker die Tür geöffnet. Er hat ihm dann den Blinkerhebel abgebrochen mit dem Spruch „Den brauchst Du ja eh nicht!“ und ist dann weiter gefahren. Natürlich ist er ermittelt worden , aber er meinte, die gezahlte Strafe habe in gutem Verhältnis zum Geschehenen gestanden.
Gefällt mir! 🙂 🙂
Bild von ShakeitPhoto, Danke schön!
Illegale Fans – Deichkind
Endlichendlichendlich mal was Neues von Deichkind. Die neue Anti GEMA Hymne!
„Dieses Lied ist leider nicht verfügbar in ihrem Land
Unsere Antwort kennt ihr sicher, sie heißt Widerstand
6 Milliarden Terrabyte die Leitung brennt wie nie
Das hier ist kein Klingelstreich, das ist Anarchie.“
Wir sind keine Einzeltäter, wir sind die Massen.“
„Wir sind neu und haben Verstand, ihr könnt uns überhaupt nichts
Wir zerbröseln eure Strategien mit jedem Mausclick
Ihr sagt wir sind verboten, weil wir zocken, stehlen, greifen
IP-Adressen sind gefälscht, wir gehen über Leichen
Ihr sagt wir sind kriminell, doch wir sind nur die User
Im Knast saugen wir weiter, Copyrights sind was für Loser “
Thx pengbummtschak!






