Machmallauter – Rudimental Feat. John Newman – Feel The Love

Ich mag es zwar sonst mehr gitarrenlastig, aber die Trompete bei 2:11 in Kombination mit dem Soulsänger John Newman tut es auch.
„Rudimental“ wird als Revolution der Dubstep/Drum & Bass Szene in England gehandelt. Na ja…. Ich finde den Text ziemlich mau, aber der drum & bass hat schon was! Für den Sommer sehr gut geeignet. Und das Pferd sieht auch nett aus.

Gelernt

Was  habe ich den letzten Wochen gelernt?

1. wenn die A 40 gesperrt ist, ist es nicht das Ende der Welt.

2. rote Stockrosen sind Klasse.

3. der Auesee in Wesel ist 100000 mal schöner als der blöde Baldeneysee in Essen, dasihresnurwisst!

4. Pizzeria romantica in Essen-Steele macht lecker indisch Essen.

5. das Namaste in Voerde kann aber auch was.

6. es gibt charmante rothaarige Engländer, bei denen nicht jedes zweite Wort „fuck you“ ist. Und die mir jede Woche Rosen schenken.

7. ich gebe keinen Cent mehr auf meine Menschenkenntnis.

8. es gibt doch noch den Sommer und ich kann pinke Sandalen tragen.

9. blaue OP Klamotten stehen mir besser als weiße Arztkittel und sind nicht so warm.

10. ich kann mit meinem Trainer stockfechten und ich gewinne (na ja, nicht immer, nein eigentlich nie…)

11. alles wird gut (aber das wusste ich vorher schon). Das gildetnich! 😉

TGIF!

Genau, geschafft! Eine Woche voller neuer Wege geschafft, Ziele klargemacht, mich geärgert, mich gefreut, Sport gemacht, viel gelacht, tolle Musik gehört,Umzug eingestielt, Sonne im Gesicht, auf der Arbeit geschwitzt, am Auesee geschwitzt, Menschen qualvoll sterben sehen, Menschen gerettet, neue  Menschen kennengelernt, Menschen von neuen Seiten kennengelernt, an Blumen gerochen, viele Schafe am See gesehen, eine silberne Shisha am See gesehen,  zwei neue Halsketten gekauft, einen neuen Lippenstift, draußen gesessen,  indisch  gegessen, nix gegessen, Badminton gespielt, Frisbee gespielt. TGIF! 😉

Malhingehen – Die Bullerei – Hamburg

Die Bullerei im Schanzenviertel in Hamburg, das Restaurant von Küchenbulle Tim Mälzer, das sollte es diesmal sein.
Das Schanzenviertel alleine ist schon inputinput, lebendig, quirlig.
Mittendrin gelegen die Bullerei. Sie besteht aus verschiedenen Bereichen. Draußen kann man an großen Holztischen sitzen und essen, innen geht es etwas schicker zu.
Das ehemalige Schlachthaus wurde von Mälzer renoviert, umgebaut und als Szene-Restaurant etabliert. Das Ganze ist gelungen und wirkt sehr entspannt. Nicht zu snobisch, nicht zu rustikal.

Extrem gute hörbare Musik, das alleine war uns schon einen Besuch Wert!
In einem Kühlraum mit Scheibe kann man sich das Fleisch, was später auf deinem Teller liegt, schon mal angucken. Dies wirkte für mich als Ärztin ein bisschen wie in der Pathologie (jaja, immer mit dem Kopf im Beruf, grummel)…
Zum Essen hatten wir zwei Stunden Zeit, darüber wurden wir vorher auch informiert. Reichte aber auch vollkommen aus.
Das übliche Brot war hier frisch gebacken und wurde in einer Papiertüte serviert. Das Servicepersonal war extrem jung, professionell, teils etwas aufgesetzt. Leider nicht professionell genug um die Lippenstiftreste am „frischen“ Weinglas zu sehen *hüstel*… Wirwollenmalnichtsosein…

Der Wein war für den Preis okay, mußichjetztabernichtnochmaltrinken. Lieber ein kaltes Pils! Die Karte ist überschaubar, sehr gut, keine 326 Gerichte aus 254 Ländern.
Bei Mälzer essen fast alle Steak, das ist absolut gut gelungen, schlicht serviert mit Maiskolben und diversen Saucen, empfehlenswert!
Natürlich haben wir den ganzen Abend nach Tim in der offenen Küche gesucht, ihn aber nicht gefunden
Zum Schluss noch diverse Mojitos im 20 up, einer Bar im 20. Stock an den Landungsbrücken mit phänomenalem Ausblick auf den Hamburger Hafen im Sonnenuntergang.
Bullenfutter ist Seelenfutter meine Lieben! Hingehen!

Liebe Angehörige

wir sind der Arzt und behandeln Ihren Vater/Mutter/Oma/Opa.

Wir versuchen alles Mögliche, dass Ihr Vater/Mutter/Oma/Opa wieder auf die Beine kommt.

Sie können uns dabei unterstützen:

1. Bitte sprechen Sie uns höflich und in ganzen Sätzen an.  Auf „Wo issn die Cafeteria??“ reagiere ich nicht mehr. Wer mich höflich anspricht, dem antworte ich ebenso…

2. Bitte fragen Sie mich nicht im Aufzug, wo Frau Müller liegt. Ich habe keine Kristallkugel und kann nicht hellsehen.

Auch kann ich Ihnen nicht sagen, wo Sie hinwollen, wenn Sie es selbst nicht wissen.

3. Wenn Sie uns am Wochenende auf dem Flur treffen, sind wir alleine für über 150 schwer kranke Patienten zuständig. Dazu kommen noch mindestens 50 Patienten, die mit diversen Wehwehchen die Ambulanz bevölkern, weil man „da ja so schnell dran kommt“.

Das heißt, dass es äußerst ungünstig ist, mit uns über Tante Helga zu sprechen und zu fragen, wie die Blutwerte von der letzten Woche waren.

Dazu haben wir keine Zeit. Die brauchen wir für die Patienten. Ich möchte dann auch nicht mit jedem Schwippschwager sprechen müssen, bloß weil er „extra“ aus München kommt um seine Tante auf Station B 1 zu besuchen. Im übrigen, bloß weil Sie jetzt da sind, heißt es nicht, dass wir innerhalb von fünf Minuten parat stehen müssen.

4. Ich weiß nicht immer, wer Ihre Mutter/ Vater ist.

Bitte fragen Sie mich nicht“ Wie geht es meinem Vater?“ Besser: Ich bin die Tochter von Herrn Müller.  Können Sie mir sagen, wie es ihm geht?“

5. Bitte fragen Sie mich nicht, wie der verdammte Telefonkartenautomat funktioniert.

Ich weiß es nicht… Danke schön!

7. Bitte lassen Sie uns in Ruhe in der Cafeteria Mittag essen  und halten uns keine Versicherungsbescheinigungen unter die Nase, um die „mal eben auszufüllen“.

8. Kurze Visiten heißt nicht, das wir uns nicht kümmern. Wir haben den Rehaantrag ausgefüllt, mit dem Sozialdienst telefoniert, mit den Ergotherapeuten und den Physiotherapeuten die  Fortschritte besprochen, mit dem Radiologen Röntgenbilder, Laborwerte nachgeguckt und drauf reagiert und  schon Kurvenvisite gemacht.

9. Bitte kümmern Sie sich um Ihre Angehörigen. Wir tun es auch. Gucken Sie, ob er zu Hause Hilfe braucht. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Wir kündigen die Entlassungen mehrere Tage vorher an. Für  Reaktionen wie „so kommt mir meine Mutter nicht nach Hause“ haben wir kein Verständnis. Auch auf plötzliche Urlaube Ihrerseits nach Mallorca vor der geplanten Entlassung nicht. Wir haben  einen Sozialdienst, der Ihnen gerne bei der weiteren häusliche Versorgung hilft. Sie müssen Ihn nur ansprechen.

10. Auf Drohungen mit der beliebten Bild Zeitung oder einen Neffen als Rechtsanwalt reagieren wir allergisch. Eine einfache Regel: Will ich etwas erreichen, bin ich freundlich.

11. Wenn Sie etwas stört oder Sie etwas nicht verstanden haben, sprechen Sie mit uns, anstatt sofort zur Betriebsleitung zu laufen. Falls das Pflegepersonal ihrem Vater die Fußnägel nicht geschnitten hat, die bei Aufnahme schon mehr als vier Zentimeter lang waren, beschweren Sie sich nicht. Sie haben sich auch nicht drum gekümmert. Eine Fußpflege organisieren wir gerne.

12. Wenn ich in ein Patientenzimmer komme, darf ich den Besuch bitten rauszugehen. Und ich möchte das nicht dreimal machen.  Nicht jeder muß die  Krankengeschichte von der Mitpatientin mitbekommen. Ziehen Sie daher bitte kein Gesicht!

12. Wir lieben unseren Beruf und arbeiten gerne, auch wenn wir nur von Kaffee leben, manchmal grummelig gucken und mit zwei Stunden Schlaf auskommen. Auch wir haben Verständnis, dass Sie sich um ihre Angehörigen sorgen.

Vergessen Sie das nicht ;-).

Machmallauter – Asaf Avidan – One day / Reckoning Song (Wankelmut Remix)

Der Berliner DJ Jacob Dilßner aka Wankelmut war so sehr vom „Reckoning Song“ des israelischen Sängers Asaf Avidan begeistert, dass er sich  dazu entschloss, einen Remix anzufertigen. Wankelmut legt gerne Musik auf, die nicht gerade mainstream ist.

Und er hat es geschafft, diese Stimme und der Rhythmus geht mir nicht mehr aus dem Kopf und aus dem Herz.

Malhingehen – Glückauf Kino

Das Glückauf Kino in Essen, direkt am Anfang der Rüttenscheider Strasse (von den arroganten Rüttenscheidern auch kurz „Rü“ genannt) ist momentan mein Wohlfühlkino.

Weit ab von klebrigen, übelriechenden Käse Nacho Multiplex Kinos  findet man hier keine Tonnen von verstreuten Popcorn im Kinosaal.

Stattdessen ein kleines, im Stil der 50er Jahre renoviertes Programmkino mit roten etwas harten Holzklappsesseln, Tütenlampen,Nierentischen, roten Ledersofas, witzigen Filmplakaten  und originalgroßen matt schwarzen Filmkameras.

Vorher kann man in der Foyer Bar einen Milchkaffee oder ein kaltes Pils trinken. Wer möchte, auch ein Glas Wein. Keine nervige stundendauernde Reklame im Vorspann, und before the movie starts gibt es:

Eis! Undzwarwiefrüher…Eine nette Studentin mit Bauchladen, die Nogger, Magnum Mandel und Eiskonfekt im Angebot hat.

Lecker!

Und nach dem Film kann man anschließend gleich nach nebenan ins „Aldegheri“ stolpern und dort noch einen Absacker trinken.Mittendrin im Lokal ein alter gelber Fiat Cinquecento als Hingucker, auf dem Dach eine gestärkte weiße Tischedecke und silberne Kerzenleuchter.
Ein guter Start ins Wochenende!

Die nicht mehr beste Band der Welt

Liebe Ärzte, ihr seid ja die beste Band der Welt.
Nach dem Konzert in Oberhausen denke ich heute doch anders darüber. Dabei ging es so gut los. Entspannte Anfahrt, kein Schlangestehen, kaltes Bierchen, Wasser, nette Leute. Danke an Jan, den besten Konzertbegleiter ever!
Gutes Intro. Dann viele Lieder, die kein Mensch kennt. Und das Schlimmste, ihr habt die Stimmung total zerquatscht!
Wie kann man nur so viel reden? Ach ja, ihr seid Männer, ich vergaß.
Aber mal im Ernst, wer von Euch hat sich diese grottenschlechte Setlist ausgedacht?
Immer wenn endlich Stimmung war, habt ihr ein Noname Lied gespielt und soooo lange geredet. Hinter uns haben die Leute gegähnt, ischschwör.
Ich hätte nie gedacht, das ich das mal sagen würde. Ihr seid alt geworden. Punkt.

Handwerklich wart Ihr gut, aber: Warum kanns nicht perfekt sein? 😉

Tim und Jan


Ein  Lied für meinen letzten Urlaubstag. Ruhiges und simples Lied von Tim McMorris,  seit dem letzten Besuch im Prinzknecht  (Berlin, Fuggerstrasse) krieg ich es mal wieder nicht aus der Hörrinde. Nette Stimme. In den Prinzknecht kann man übrigens auch sehr gut als Frau hingehen…
Wenn bloß dieses blöde Audiojungle nicht immer reinspielen würde. Aaarghh.

Als böser Kontrast dazu (damit ich mal wach werde) Jan Delay mit „Hamburg brennt“, Release heute. „Jede Nacht, jeden Tag auf der Jagd…;-).