Tintin

Hach, mein neuer Tim und Struppi Kalender für 2012 ist da.

Ich habe Tim und Struppi schon als Kind geliebt. Und ich hatte alle Hefte! Wirklich alle.

Besonders die Farben fand ich faszinierend. Vorne gab es ja immer ein Seite mit Portraits, die habe ich immer mit meinen knallbunten Filzstiften ausgemalt.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf 2012!

                 

Grüne Kühe und Jasmintee

Freies Wochenende!! Endlich!

Zuerst ging zu Ikea oder wie der Ruhrpöttler sagt nach Ikea. Leider sahen die gestreiften  Küchenstühle, die ich mir ausgeguckt hatte, in live wie alte Herrenschlafanzüge aus. Aaargh!  Dafür gab es als Ausgleich  ein Bild mit einer grünen seelenvoll blickenden Kuh…Die Kuh wird jetzt mit ihren großen  bewimperten Augen auf meinen Eßtisch schauen (falls ich den Nagel in diesem Leben noch  in die Wand bekomme)!

Abends war dann wieder Seelenfutterabend angesagt. Die Wahl fiel auf den Chinagarden an der Aktienstraße in Mülheim a.d. Ruhr. Dort mussten wir  den Teller mit Wäscheklammern beschriften, nettes System.

Sehr empfehlenswert  die himmlische Ingwersoße. Als Nachtisch Lychees und knallgrüner Wackelpudding ;-).

Neben uns saß eine russische Großfamilie, die Geburtstag feierte.  Im akustischen Mittelpunkt eine mittelaltrige dominante Blondine  mit einer Tonhöhe wie ein Maschinengewehr. Nach zwei Flaschen  Wodka wurde auch noch eine  blaue Gitarre ausgepackt und live gesungen.

Gott sei Dank übernahm den Part ein blasser braunäugiger Mann mit einem tollen Timbre,  der russische melancholische  Lieder intonierte,  herzschmerzig, hach, schön.

Zum Abschied  gab es  noch heißen  Jasmintee.

Freunde, Musik und  heißer Tee waren an diesem Abend eine perfekte Seelenmischung.

Ist das Kunst oder kann das jetzt weg?

Im Dortmunder Museum am Ostwall hat eine Putzfrau Teile eines Kunstwerks weggeschrubbt.

Das Werk  von Martin Kippenberger mit dem bezeichnendem Namen  Wenn’s anfängt durch die Decke zu tropfen besteht aus einem Holzlattenturm.

In der Mitte befindet sich ein Gummitrog mit einem Kalkfleck, der Fleck ist jetzt weg…

Sorry liebe Lesenden, das ist für mich Realsatire pur (ich komme aus dem Grinsen nicht mehr raus)..

Die Putzfrau hat dem Werk  des verstorbenen Kippenbergers doch posthum zu viel Ruhm verholfen.

Und man sieht doch wieder daran, Kunst wird von einem begrenzten Kreis für einen begrenzten Kreis gemacht.

Hurrrz!

     Bild Ernie I Bert

Zurück in die Vergangenheit

Es gibt ja so Tage im Leben, wo mich die Vergangenheit einholt. Diesmal war es ein richtiger Vergangenheits“cluster“.

Vergangenheit, ein seltsames Wort. „Vorwärts immer, rückwärts nimmer.“  Zurück schaue ich nur auf schöne Ereignisse. In einer Kneipe habe ich gestern zufällig eine alte Freundin wiedergefunden. Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes hängt um ihren Hals ein gespaltenes Holzherz.

Als ich nach Hause kam, hatte ich eine mail von Georg, einem meiner allerersten Kollegen, im Posteingang.  Georg, immer aufmüpfig, morgens immer zu spät, nie chefhörig, arrogant wirkend,  kannte tolle Lokale in Bochum, hat viel geraucht und einen Riesen Honda Geländewagen gefahren. Wir haben uns ewig nicht gesehen und jetzt die mail. Sofort lasse ich alle beruflichen Stationen in meinem Kopf Revue passieren.

Dann heute Abend ein absolutes flashback. Treffen mit meinem letzten „richtigen“ Chef und allen, die ich sechs Jahre nicht gesehen habe. Frauke, die jetzt lange Haare hat, Marija, die immer noch lange Haare hat, Brigitte, die immer seltsame Bekanntschaften im Aldi macht, Chef, der mir mal wieder ein Taschentuch geben musste, Justine, die genauso wie ich heißt.

Sofort war die alte Vertrautheit wieder da bei scharfer Currywurst und Weizenbier. Als wäre ich nie weggewesen.

Beim Abschied  habe ich dann noch meinen“ alten“ Kellner aus dem Stilbruch wiedergetroffen.

Uff, ganz schön viel Vergangenheit  in der Gegenwart, aber es ist nie zu spät für eine schöne Vergangenheit. Von Philosophiabära 😉

       Bild von finemsequi.