Regeln – Nein Danke!

IchhabdieNasevoll:

von Regeln.

von „vernünftig“ sein.

von sich zurücknehmen.

den Mund halten (obwohl, das habe ich nie gemacht).

Menschen mit nur einem Teil an der Kasse vorzulassen, ich bin auch müde und will nach Hause.

Spitzensteuersatz zahlen, während andere mit dem Hintern nicht hochkommen und sich zwei neue Fernseher bestellen.

von Menschen, die wie ein Malbuch tätowiert sind und mich mit“ Hasse mal nen Euro? anquatschen.

zum Mittag Salatteller essen.

Och nö, Leute, nicht mit mir:

 Scheiße nenn ich jetzt Scheiße.  Und Idioten darf ich auch so nennen.

 ich gehe über Rot.

ich fahre über durchgezogene gelbe Linien auf der Autobahn (huijuijui).

– ich überhole lahmarschige Holländer rechts.

ich  kritisiere meinen Chef und bin trotzdem loyal.

ich habe kein Verständnis mehr für langsame Menschen, die sich in der Waschanlage  oder an der Kasse häuslich niederlassen und mir meine Lebenszeit stehlen.

 unzuverlässige Menschen serviere ich gnadenlos ab, raus aus meinem Leben.

und vielleicht mache ich doch meinen Motorradführerschein.

– und ich esse mittags Steak (und Nachtisch!!)

–  meine Lieder müßt und sollt ihr nicht singen 😉

Malhingehen – Badmintonzeche- Essen-Kray

Nein, ich nenne sie nur Badmintonzeche. In Wirklichkeit heißt sie Fitness Camp, etwas martialisch.

Wie so oft im Ruhrgebiet ist hier in Essen-Kray eine Zechenanlage umgebaut worden. Hier findet man auf dem Gebiet der ehemaligen Zeche Bonifatius neben der Weinzeche und einem Hotel auch das Fitnesscamp.  Es ist keine typische 08/15 Sportanlage. Draußen stehen Liegestühle und Palmen. Innen hängt Bergmannskleidung von der Decke.

Innen dicke bunte Chesterfield Sessel und Sofas, die man auch kaufen kann, alte Tische mit Kerzenleuchter. Ein riesiger orangeroter Raum mit Laufbändern, Ergometer etc. und der Fightclub zum Boxen.

 

 

 

Neben einem vielfältigem Kursangebot natürlich auch meine Badmintonhalle.Und es gibt eine Getränkeflat, wenn man dort trainiert, sehr nett ;-).

Also hingehen, Sport machen, sich gut fühlen!

Reihenhaus Essen-Steele

Nunistessoweit.  Mein Haus steht in Immoscout drin. Gepflegtes Reihenhaus in Essen-Steele zur Miete. Seltsames Gefühl. Kloßgefühl.

Drei gute interessante Jahre in Essen-Steele. Viel gestrichen, renoviert, gestritten, geliebt, geheult, verlassen, gearbeitet, gepflanzt,gefeiert, gelacht.

Ich werde die große Linde vor meinem Schlafzimmerfenster, die dicke schwarze angstlose Katze von nebenan vermissen. Den blühenden Ginster werden ich 2013 nicht mehr sehen, auch die grünen Tannenspitzen nicht mehr. Jan von nebenan, den furchtlosen Skateborder und Baumkletterer und Max, seinen kleinen Bruder werde ich vermissen. Ich werde nicht mehr auf der Treppe vor der Haustür mit meiner Kaffeetasse in der Hand sitzen können.

Den verdammten Löwenzahn werde ich bestimmt nicht vermissen. ;-). Und auch den grenzüberschreitenden Bernie nicht, der meinen Müll kontrolliert und meine Hortensie mal eben so geschnitten hat.

Dafür freue ich mich auf bodentiefe Fenster, nicht mehr mein Auto im Winter freizuschaufeln, Rosen im Garten, Neubeginn, Kopffreigefühl.

Los geht´s.

Stauschau

Rekord, Rekord, Rekord: Die Strecke Wesel-Essen in *Trommelwirbel* vier Stunden zurückgelegt. Arrrghhhh!


Da man ja bei so einem Stau auf der A3 vielvielviel Zeit hat, sich umzugucken, habe ich mal ein bißchen aufgeräumt und geguckt, was so in meinem heißgeliebtem Honda rumliegt.

1. Meine obligatorische Jackie Onassis Fake Sonnenbrille von Fossil.
2. ein übriggebliebenes Tennishundebällchen von Frodo (armer Frodo).
3. ein zerzauster, mitgenommener Plüscheisbär namens Knut Knuffel (würg, der Name ist nicht von mir…).
4. ein schwarzes dickes Haargummi für meine Sportpferdeschwänze.
5. eine Rolle Tesafilm (wassuchtsienurda?).
6. ein Kugelschreiber aus dem Hilton Hotel in Beijing (binichdagewesen??)
7. meine überlebenswichtigen Kaugummis von Wrigleys mit GrapefruitVitaminCDEFGundwasauchimmer Geschmack.
8. mein Garagenschlüssel, der mich vor Knöllchen schützt.
9. ein Kilo abgelaufener Parkscheine, die lass ich ich immer hinter der Scheibe liegen, damit die Politessen schön was zu lesen haben.
10. eine Werbepostkarte von Pril (hä? ach ja, der Typ aus Sprockhövel hat sie mir im Lukas nach seinem Toilettengang mitgebracht. Nachdem er eine Stunde an seinem Biermischgetränk genuckelt hat, Deutschland Deine Männer). Aus uns ist nix geworden, seltsam… ;-).      

                              Bilder von StauBaera!

Machmallauter – Rudimental Feat. John Newman – Feel The Love

Ich mag es zwar sonst mehr gitarrenlastig, aber die Trompete bei 2:11 in Kombination mit dem Soulsänger John Newman tut es auch.
„Rudimental“ wird als Revolution der Dubstep/Drum & Bass Szene in England gehandelt. Na ja…. Ich finde den Text ziemlich mau, aber der drum & bass hat schon was! Für den Sommer sehr gut geeignet. Und das Pferd sieht auch nett aus.

Gelernt

Was  habe ich den letzten Wochen gelernt?

1. wenn die A 40 gesperrt ist, ist es nicht das Ende der Welt.

2. rote Stockrosen sind Klasse.

3. der Auesee in Wesel ist 100000 mal schöner als der blöde Baldeneysee in Essen, dasihresnurwisst!

4. Pizzeria romantica in Essen-Steele macht lecker indisch Essen.

5. das Namaste in Voerde kann aber auch was.

6. es gibt charmante rothaarige Engländer, bei denen nicht jedes zweite Wort „fuck you“ ist. Und die mir jede Woche Rosen schenken.

7. ich gebe keinen Cent mehr auf meine Menschenkenntnis.

8. es gibt doch noch den Sommer und ich kann pinke Sandalen tragen.

9. blaue OP Klamotten stehen mir besser als weiße Arztkittel und sind nicht so warm.

10. ich kann mit meinem Trainer stockfechten und ich gewinne (na ja, nicht immer, nein eigentlich nie…)

11. alles wird gut (aber das wusste ich vorher schon). Das gildetnich! 😉

TGIF!

Genau, geschafft! Eine Woche voller neuer Wege geschafft, Ziele klargemacht, mich geärgert, mich gefreut, Sport gemacht, viel gelacht, tolle Musik gehört,Umzug eingestielt, Sonne im Gesicht, auf der Arbeit geschwitzt, am Auesee geschwitzt, Menschen qualvoll sterben sehen, Menschen gerettet, neue  Menschen kennengelernt, Menschen von neuen Seiten kennengelernt, an Blumen gerochen, viele Schafe am See gesehen, eine silberne Shisha am See gesehen,  zwei neue Halsketten gekauft, einen neuen Lippenstift, draußen gesessen,  indisch  gegessen, nix gegessen, Badminton gespielt, Frisbee gespielt. TGIF! 😉

Malhingehen – Die Bullerei – Hamburg

Die Bullerei im Schanzenviertel in Hamburg, das Restaurant von Küchenbulle Tim Mälzer, das sollte es diesmal sein.
Das Schanzenviertel alleine ist schon inputinput, lebendig, quirlig.
Mittendrin gelegen die Bullerei. Sie besteht aus verschiedenen Bereichen. Draußen kann man an großen Holztischen sitzen und essen, innen geht es etwas schicker zu.
Das ehemalige Schlachthaus wurde von Mälzer renoviert, umgebaut und als Szene-Restaurant etabliert. Das Ganze ist gelungen und wirkt sehr entspannt. Nicht zu snobisch, nicht zu rustikal.

Extrem gute hörbare Musik, das alleine war uns schon einen Besuch Wert!
In einem Kühlraum mit Scheibe kann man sich das Fleisch, was später auf deinem Teller liegt, schon mal angucken. Dies wirkte für mich als Ärztin ein bisschen wie in der Pathologie (jaja, immer mit dem Kopf im Beruf, grummel)…
Zum Essen hatten wir zwei Stunden Zeit, darüber wurden wir vorher auch informiert. Reichte aber auch vollkommen aus.
Das übliche Brot war hier frisch gebacken und wurde in einer Papiertüte serviert. Das Servicepersonal war extrem jung, professionell, teils etwas aufgesetzt. Leider nicht professionell genug um die Lippenstiftreste am „frischen“ Weinglas zu sehen *hüstel*… Wirwollenmalnichtsosein…

Der Wein war für den Preis okay, mußichjetztabernichtnochmaltrinken. Lieber ein kaltes Pils! Die Karte ist überschaubar, sehr gut, keine 326 Gerichte aus 254 Ländern.
Bei Mälzer essen fast alle Steak, das ist absolut gut gelungen, schlicht serviert mit Maiskolben und diversen Saucen, empfehlenswert!
Natürlich haben wir den ganzen Abend nach Tim in der offenen Küche gesucht, ihn aber nicht gefunden
Zum Schluss noch diverse Mojitos im 20 up, einer Bar im 20. Stock an den Landungsbrücken mit phänomenalem Ausblick auf den Hamburger Hafen im Sonnenuntergang.
Bullenfutter ist Seelenfutter meine Lieben! Hingehen!

Mallesen – Die Gefährlichkeit des Pantelis Adorf

Darf der Mörder der zwölfjährigen Vanessa entlassen werden oder weiter in Sicherungsverwahrung bleiben? Der Psychiater Pantelis Adorf sollte dieses begutachten und bringt seinen ganzen Berufsstand in Verruf.

Pantelis Adorf aus Würzburg, Psychiater war als Sachverständiger bestellt zu der Frage, ob Michael W., der Mörder der zwölfjährigen Vanessa entlassen werden kann oder weiter in Sicherungsverwahrung bleiben muss.

2002 tötete Michael W. Vanessa mit mehreren Messerstichen, dabei trug er eine Totenkopf-Maske.

Adorf sollte zur anstehenden Sicherheitsverwahrung ein Gutachten über Michael W. anfertigen.

Der Psychiater Adorf hatte dazu ein 25 Seiten !! dünnes Gutachten vorgelegt, das so offensichtlich unzureichend war, dass er von Staatsanwalt zu einer Nachbesserung aufgefordert wurde. Diese Nachbesserung – acht Seiten stark – lag dem Gericht nun vor.
W.s Verteidiger Adam Ahmed und Eva Gareis unterzogen den Sachverständigen Adorf einer peinlichen Befragung – ein Protokoll in Auszügen:

Rechtsanwältin Gareis: „In Ihrer Ergänzung zitieren Sie über eineinhalb Seiten aus einer nicht näher bezeichneten Arbeit von Herrn Nedopil. . .“ (ein sehr bekannter Münchner Gerichtspsychiater, Anm. d. Red.)

Adorf: „Wo? Was? Das hab ich nur einfach so übernommen, ohne das weiter vertiefen zu wollen.“

Gareis: „Das hat also keine Relevanz?“

Adorf: „Nicht unbedingt, nein.“

Gareis: „Auf weiteren zwei Seiten zitieren Sie den Psychiater Frank Urbaniok.“

Adorf: „Das hab‘ ich auch einfach so übernommen.“

Gareis: „Also kann man sagen, dass Ihr Ergänzungsgutachten eigentlich nur vier Seiten hat?“

Adorf: „Ja, das kann man ohne Weiteres sagen.“

Gareis: „In dem Text des Herrn Urbaniok ist die Rede von ein- bis dreijährigen follow-ups. Was sind denn follow-ups?“

Adorf: „Keine Ahnung. Das hab ich einfach so übernommen.“

Rechtsanwalt Ahmed: „Warum übernehmen Sie etwas, das keine Relevanz hat?“

Adorf: „Das ist meine Entscheidung. Das wollte ich einfach so.“

Ahmed: „Aber das muss doch einen Grund haben?“

Adorf: „Nicht unbedingt. Das sind so Gedanken von einem Kollegen, da kann man drüber nachdenken.“

Ahmed: „Ihr Auftrag lautete, Sie sollten sich äußern zu der Frage, ob bei Herrn W. eine psychische Störung im Sinne des Therapieunterbringungsgesetzes (ThUG) vorliegt. Was sind denn nach Ihrer Ansicht die Kriterien für eine psychische Störung im Sinne des ThUG?“

Adorf: „Das kann ich im Augenblick nicht beantworten.“

Auch der Sachverständige Helmut Kury, der dem Gericht ein 300 Seiten starkes Gutachten vorgelegt hatte, stellte einige Fragen an seinen Gutachterkollegen aus Würzburg:

Kury: „Warum haben Sie denn ein Screening für Sexualtäter benutzt, obwohl es im vorliegenden Fall keinerlei Anhaltspunkte für eine sexuelle Motivation gibt?“

Adorf: „Das kann natürlich sein, dass sich da einige Fehler eingeschlichen haben. Da gibt es vielleicht noch mehrere Punkte.“

Kury: „Sie haben unter anderem den HCR 20 (ein psychologisches Testverfahren zur Risikoeinschätzung bei Gewaltdelikten) verwendet. Haben Sie denn das Handbuch zum HCR 20 gelesen?“

Adorf: „Nein. Ich bin ja auch kein Testpsychologe.“

Kury: „Sie machen Voraussagen aufgrund eines Verfahrens, von dem Sie keine Ahnung haben? Wenn ich Ihr Gutachten veröffentliche, geht ein Aufschrei durch die Fachwelt.“

Adorf: „Damit kann ich leben. Ich habe ja selber eingeräumt, dass es Defizite gab, wie es die ja auch geben musste.“

Verteidiger Adam Ahmed stellte den Antrag, den Sachverständigen Adorf unverzüglich von seinen Aufgaben zu entbinden. Die Verhandlung vor dem Landgericht Augsburg wird am Montag fortgesetzt.

Weder gut noch achten!

Quelle:
Die Süddeutsche