Chipsmonster

Liebe Mitbürger,

– wenn Sie ins Kino gehen, kaufen Sie bitte keine raschelnde 2 Kilo Salsa Chipspackung und setzen sich in die Reihe direkt hinter mich.

– wenn Sie ins Kino gehen, verzichten Sie bitte auf die stinkenden gummiartigen Käse Nachos oder essen Sie wenigstens schnell auf.

– Liebe Frauen: Bitte tragt kein moschusextremes Angel Parfüm. Die Geruchsmischung aus Käse und Parfüm ist, sagen wir mal, zum Kotzen. Esst doch Mandarinen! Leise, gesund und riechen gut.

– bitte werfen Sie ihre Reste aus den papierkorbgrossen Popcornbechern nicht auf den Boden. Oder machen Sie das zu Hause auch? Ich habe letztes Mal auf einer Mülltüte gesessen, weil Sie alles mit Cola und Co. verklebt haben.

– neonblasse, gleißende buchgroße Handy Displays finde ich jetzt auch nicht so toll.

–  Ihre ach so tollen schmutzigen Dorfdiskostiefel (auf die Sie sicher sehr stolz sind) haben auf der Kopflehne vor Ihnen nichts zu suchen. Echt jetzt.

– übrigens, ständige starke Tritte in die Rückenlehne, die auch nach mehrmaliger freundlicher Abmahnung nicht aufhören, werden allein durch die Tatsache, dass sie mit den neuesten pimp Lederschuhen ausgeführt werden, nicht angenehmer. (Schöne Grüße an  den ArschRüpel hinter mir!)

–  um den ewigen Armlehnenkampf müssen wir erst gar nicht sprechen.

Am besten Sie gehen gar nicht ins Kino.Sie haben doch bestimmt einen Beamer zu Hause? Oder?  Dann ist mehr Platz für mich. Danke.

Machmallauter – Andrew Bird – „Fake Palindromes“

„My dewy-eyed Disney bride, what has tried
Swapping your blood with formaldehyde?
Monsters?“

Im Rolling stone ist von großer Poesie die Rede. Andrew Bird hat ein verhuschtes Image. Er macht was er will,  zieht Gummistiefel, Strickjacken an und schreibt morbide Texte. Wenn das verhuscht ist, gerne!

Lassen wir das

Freitag Abend. Scheiß erfolgreicher Arbeitstag. Danach beim Friseur. Viel Geld und zwei  Stunden entspanntes genervtes Sitzen für eine Frisur, von der hinterher jeder sagt: „Wie, du warst beim Friseur? Sieht man gar nicht! „. Es regnet und stürmt. Ich werde nass. Meine Haare.., ach lassen wir das. Ich muss noch einkaufen. Es ist voll bei Edeka. Vor mir an der Kasse eine Riesenschlange (bestimmt drei Leute).Plötzlich umarmt mich jemand von hinten. Eine alte Schulfreundin mit ihrer Mutter. Die Mutter erkennt mich nicht mehr. Ihr Blick streift über meine Figur.  In dem Anorak sehe ich  immer aus wie zwei Öltanks. Ohne den wahrscheinlich auch. Ernährungsumstellung im neuen Jahr…., ach lassen wir das. Ich habe Hunger. Das Essen in der neuen Cafeteria ist Catering vom übelsten. Kochen heute Abend? Ach, lassen wir das.

Ich gehe zum „Schwarzen Meer “ dem türkischen Spezialitätenlokal Dönerladen schräg gegenüber. Großer oder kleiner Döner?  Dem Hunger nach einen großen. Mein Blick fällt in den silbernen Spiegel, der an der Wand hängt. Wer von euch  Flachpfeifen ist auf die Idee gekommen, einen Spiegel direkt neben eine Dönertheke zu hängen??? Hat euch bestimmt irgendein „Innenarchitekt“ (der gerade mal einen Ikea Katalog halten kann) geraten. Damit der Raum „größer“ erscheint. Das einzige, was darin groß aussieht ist…., ach lassen wir das.

Döner, klein bitte. Ohne scharf. Danke.

 

Trainersprüche

Nachdem ich einige Trainer zerschlissen und zur Weißglut getrieben habe, hier die besten Trainer Sprüche:
– Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt (schnarch).
– Denk an Dich selbst (jaaa, klar, aber das ist so anstrengend)
– Beweg Dich aus deiner Komfortzone (neeeein, die Couch ist so gemütlich).
– Du musst es nur wollen (ich will, ich will, ich will und nu???).
– Lieber viele kleine Schritte in die richtige Richtung unternehmen, als einen großen Sprung, bei dessen Landung wir viele Schritte zurückstolpern! (langweilig).
– Wer macht heute noch Sport und was habt ihr geplant? (Ääähh, den Tag überleben, reicht doch, oder??).
– Frühsport; Bringt den Kreislauf in Schwung, macht wach und lässt einen munter und mit gutem Gewissen in den Tag starten! (Ich hab einen Job und das Aufstehen ist für mich Frühsport. Punkt.).
– Fortschritt gibt es nicht ohne Veränderung (Ich bin flexibel wie eine Latexpuppe und Du?).
– Wer sein Denken nicht ändern kann, kann gar nichts ändern (blablablubb).
– Du brauchst ein Ziel (neeein, ich habe schon Zielvereinbarungen im Job, nicht mit mir).
Trotzdem danke für zahlreiche Badmintonstunden und Latschen mit mir durch die achsoschöne Gegend!